Hier findet ihr Berichte von vergangenen Lehrgängen und Trainings.
Das Samurai Camp fand in diesem Jahr vom 27. Juli bis 01. August statt. 69 Kinder folgten der Einladung des AVSH bzw. der Jugend des DAB, um eine erlebnisreiche Woche im Jugendgruppencamp der Jugendherberge Scharbeutz zu verbringen. Viele junge Aikidoka, aber auch ältere, routinierte Samurai Camp-Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und sogar aus Bayern waren gekommen, um gemeinsam Aikido zu trainieren, in der Ostsee zu baden, neue Dinge auszuprobieren wie beispielsweise das Zeltlagerleben und Freundinnen und Freunde kennen zu lernen bzw. alte Freundschaften aufzufrischen.
Das Team bestand in diesem Jahr aus vier weiblichen und vier männlichen Betreuern, nämlich Sofia, Katrin, Nina und Lilo sowie Detlef, Jan, Ingo und Slawa. Sie alle waren sowohl Referenten als auch Anleiter von kreativen Angeboten und gleichzeitig Betreuerinnen und Betreuer, die rund um die Uhr für die Kinder ansprechbar waren. Slawa, der neu in unserem Team war, bestätigte, dass jedes Mitglied in verschiedensten Situationen seine Rolle einnahm und innerhalb der Gruppe gut eingespielt war. Sowohl Katrin, die schon als Kind am Samurai Camp teilnahm und mit einer Sportlizenz für Kinder gut vorbereitet war, als auch Slawa, der Sportwissenschaft und gleichzeitig Sporttherapie studiert, fanden sich ganz schnell ein und bereicherten das routinierte Team.
Eine Besonderheit des Samurai Camps ist es, dass alle Aktivitäten vom Betreuer-Team selbst angeleitet werden. Die älteren Teilnehmer wurden schon im Vorwege gebeten, einen Beitrag für die jüngeren zu übernehmen. Nico zeichnete für die Jonglage verantwortlich (auch wenn er lieber Parcours angeleitet hätte), und Celine, Madeleine und André für die Gipsmaskenbastelei. In diesem Jahr wurde nur ein grober Rahmen der Aktivitäten abgesteckt, da die neuen Rahmenbedingungen erst einmal erkundet werden mussten. Neu waren für uns der Spüldienst und die Verantwortung für unser eigenes Geschirr. Auch der Strand und die Badeverhältnisse mussten erst einmal aufgeklärt werden. Aufgrund der Badeunfälle, von denen wir im Vorwege aus den Zeitungen erfuhren, waren wir alle sehr vorsichtig. Jedoch hatten wir Glück, dass die Ostsee in unserer Woche wieder ruhig war und ein morgendliches Schwimmen - natürlich unter kompetenter Aufsicht von Ingo, Slawa und Dunya - möglich wurde.
Das Aikidotraining fand ab Sonntagabend bis Mittwochmorgen in den Abend- und Morgenstunden regelmäßig statt. Der Mittwochvormittag stellte für alle einen Höhepunkt dar. Hier wurde in sechs Stationen auf und neben der Matte gezeigt, was es mit Aikido so auf sich hat, da sich der Jugendherbergsvater ankündigte und interessiert war. Bei der Gelegenheit hatte er auch in Absprache mit uns Fotos aufgenommen. Folgendes wurde in Gruppen von je 11 Personen trainiert:
Der Herbergsvater war begeistert von der Vielfalt des Aikido. Und die Kinder und Jugendlichen genossen ebenso die unterschiedlichen, kurzweiligen Erfahrungen. Das Ausleihen der 200 qm Segeltuchmatten vom Aikido-Club Lübeck sowie die Unterstützung beim Ausleihen des Transporters klappten hervorragend. Hierfür gilt noch ein besonderer Dank an André und Detlef V. Der Transport war harte Arbeit für uns alle, aber dieser hat sich gelohnt. Im nächsten Jahr werden wir dies wiederholen:. Neu war in diesem Jahr unser Kreativitätsnachmittag, bei dem die Teamerinnen und Teamer auf dem Vorplatz der Zelte verschiedene Aktivitäten anboten:
Für jeden war etwas dabei, und die Gruppe war gemeinsam mit unterschiedlichen Dingen beschäftigt, wobei alle immer im Sichtkontakt waren und eine gewisse Gemütlichkeit eintrat. Jeder war versunken in seiner Beschäftigung. Anders als früher in Lenste mussten Absprachen mit einer anderen Gruppe am Strand getroffen werden, damit die Lagerolympiade stattfinden konnte. Dies stellte allerdings kein Problem dar, da die Volleyballer aus Leipzig sehr zuvorkommend waren, nachdem wir uns dort einmal vorstellten.
Mit dem Wettergott hatten wir Glück, er gab wirklich alles.
Die Lagerolympiade war wie immer gelungen, die Älteren übernahmen die Stationen und werteten die Leistungen aus. Die unterschiedlichsten Fähigkeiten wurden abgerufen. Ein extra Bericht von Ingo, der diese Lagerolympiade organisierte, ist diesem Bericht beigefügt.
Unser Bergfest fand gemeinsam mit anderen Teilnehmern des Jugendgruppencamps statt. Hier konnten neue Tanzschritte, aber auch "Moves" gesichtet werden. Es war leider viel zu kurz.
Am Donnerstag war wieder der Hansapark-Besuch geplant. Der Weg über den Strand zum Hansapark war neu für uns. Die 5 km waren dann doch sehr beschwerlich, und der Seiteneingang in den Hansapark war für eine solch große Gruppe, wie wir sie darstellten, gar nicht geeignet. Durch zweimalige Nutzung des Drehkreuzes waren ruck zuck zwei Karten weg, die dann in zähen Verhandlungen im Nachhinein erstattet wurden. Im nächsten Jahr werden wir auch für die Hinfahrt einen Bus bestellen. Der Aufenthalt selbst war wie immer ein Erlebnis, und die Kinder blieben in Gruppen beisammen, um den Park gemeinsam zu erkunden. Kleine Regenschauer konnten uns alle nicht irritieren.
Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann sehe ich glückliche Gesichter. Also können wir Teamerinnen und Teamer davon ausgehen, dass viele Teilnehmer den Aufenthalt genossen haben und nächstes Jahr wiederkommen werden. Sichtbar war, dass viele Freundschaften geschlossen und Adressen ausgetauscht wurden.
Mit Scharbeutz haben wir einen neuen Standort gefunden, der noch weitere Attraktionen aufweisen kann. An dieser Stelle sage ich allen Dank, die dieses Camp wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Dazu gehören natürlich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es hat Spaß gemacht mit euch.
Bericht von Lilo Schümann, Landesjugendleiterin Schleswig-Holstein
Wie auch in den letzten Jahren haben wir ein Morgenschwimmen vor dem Frühstück angeboten. Eine ganze Reihe Kinder und Jugendliche hatte großes Interesse bekundet. Aber auch tatsächlich um 06.30 Uhr bereit zu stehen mit Badekleidung und Handtuch, ist eine andere Sache. Durch einen Weckdienst konnten wir die Anzahl der Teilnehmer von anfangs vier dann auf zehn hochschrauben. Die Schwimmer hatten viel Spaß und empfanden das Wasser als gar nicht so kalt. Auch das Erleben des Morgengrauens sowie entsprechende Licht- und Farbeffekte auf dem Wasser zu beobachten, war eine schöne Erfahrung.
Natürlich ist das Morgenschwimmen nur mit einem Rettungsschwimmer vor Ort möglich. Diese Rolle übernahm unser neuer Betreuer Slawa bzw. unsere Teilnehmerin Dunya, die auch über einen DLRG-Schein verfügte. Herzlichen Dank an Euch beide.
Auch wenn die Anzahl der Teilnehmer nicht sehr groß war, hatten diese jedoch sehr viel Spaß. Deshalb hoffe ich, dass das Morgenschwimmen auch in den folgenden Jahren weiterhin fester Bestandteil des Camps sein wird.
Bericht von Ingo Fassbender, Jugendtrainer AV Wattenbek e.V.
Mit ca. 65 Kindern und Jugendlichen war die Anzahl der Teilnehmer eher moderat. Dies kam uns entgegen, da wir uns auf dem neuen Terrain erst zurechtfinden mussten. Alle Disziplinen sollten in räumlicher Nähe am Strand durchgeführt werden. Durch aufgebaute Volleyball- und Handballfelder war der verfügbare Platz sehr eingeschränkt. Nach kurzer Absprache mit dem Volleyball Team konnten wir aber einen Streifen in Wassernähe für uns abstecken.
Die Einteilung der Zelte war nicht ausschließlich nach Alter erfolgt, sondern wurde auch an der Vereinszugehörigkeit orientiert. Trotz der heterogenen Altersstruktur innerhalb der Zelte gab es Zelte mit älteren und jüngeren Teilnehmern. Auch die Anzahl der jeweiligen Zeltbewohner variierte zwischen 10 und 4, was teilweise bei der Bewertung berücksichtigt wurde. Für die Durchführung wurden das jeweils älteste Mädchen- und Jungen-Zelt verpflichtet. Da dies nur 10 Jugendliche waren und es nur 7 Teilnehmer-Zelte gab, beschlossen wir, nur 5 Stationen mit jeweils zwei Disziplinen plus Hindernis-Parcours mit Betreuerin Nina aufzubauen. Außerdem sollte obligatorisch ein Gedicht mit mindestens 8 Zeilen erstellt werden. Dies war in der Pause (6 Stationen / 7 Zelte) möglich oder auch nach Abschluss aller Disziplinen.
Aus dem Katalog mit ca. 20 Vorschlägen wurden 10 Disziplinen ausgewählt und mit einem Paar Stationsleitern besetzt. Das notwendige Material war vorhanden, da wir uns über die Jahre einen reichhaltigen Fundus aufgebaut haben. Lediglich zwei Flaschen und Äpfel mussten kurzfristig organisiert werden. Alle Beteiligten waren während der Vorbereitung und Durchführung hoch motiviert. Es waren nur wenige kurze Treffen bezüglich Arbeitsverteilung und Aufbau-Koordination notwendig.
Station Gedicht schreiben
Das Gedicht war thematisch frei, es gab keine Vorgaben. Kreativität war hier gefragt. Dabei gab es spürbare Qualitätsunterschiede. Die Bewertung übernahm eine unabhängige Jury. Gewonnen hat ein Gedicht, das nicht unbedingt das schönste war, aber als kreativstes Werk überzeugte.
Station Sandburg bauen
Ein Klassiker, der bisher immer mit dabei war. Ausdauer und Buddel-Laune waren wichtig. Geschlecht oder Alter spielten beim Ergebnis keine Rolle. Kreativität und Technik gaben den Ausschlag (mit/ohne Befeuchtung oder Algeneinlage, T-Shirts als Transportmittel für nasseren Sand usw.).
Station Wasserträger
Geschicklichkeit, Ausdauer und Kreativität waren nötig, um viel Wasser aus dem Meer zum Eimer zu transportieren. Mit Mund, Händen, Schuhen und Kleidungsstücken wurde das Wasser zum Eimer gebracht. Der Rekord lag bei sagenhaften 168 Litern. Für die Bewertung wurde die Wassermenge durch die jeweilige Größe der Gruppe geteilt. Geschlecht oder Alter spielten beim Ergebnis keine wesentliche Rolle. Den Sieg konnte mit Abstand ein Mädchenzelt verbuchen.
Station Hindernis-Parcours
Ebenfalls ein Klassiker und sehr beliebt ist der Hindernis-Parcours. Mit Geschicklichkeit und Schnelligkeit jedes einzelnen Teilnehmers mussten gespannte Seile und Netze fehlerfrei überwunden oder "unterkrabbelt" werden. Auch den richtigen Weg galt es zu finden. Alter und Geschlecht spielten keine Rolle. Die Leistungsdichte war sehr hoch. So gab es z.B. drei zweite Plätze.
Station Ball mit Kelle fangen
Zwei Teilnehmer mussten die Bälle mit Nudelsieben fangen, die ihnen die Anderen zuwarfen. Geschicklichkeit beim Werfen und Fangen sowie Teamarbeit waren hier ausschlaggebend. Schon die Einteilung in Werfer oder Fänger konnte über Sieg und Niederlage entscheiden. Gewitzte Gruppen stellten auch gleich ein/einen Ball-Mädchen / -Jungen ab, der die verworfenen Bälle umgehend zurück beförderte, um Zeit zu sparen. Wie in den letzten Jahren gab es hier einen leichten Vorteil für die älteren Jugendlichen, aber den dritten Platz belegte z.B. das jüngste Jungenzelt.
Station Apfeltauchen
Diese Disziplin war seit einigen Jahren das erste Mal wieder im Programm. Erschwerend kam hinzu, dass der Eimer, in dem der Apfel schwamm, mit Salzwasser gefüllt war. Bis zu 5 Äpfel konnten hier mit dem Mund "gefischt" werden. Die älteren Zelte hatten hier die Nase vorn und vermutlich die größere Klappe. Aber auch hier konnten die beiden jüngsten Jungen-Zelte gemeinsam Platz 3 erringen.
Station Tiere raten
Tiere zu erkennen, die jeweils ein Teilnehmer pantomimisch darstellen musste, war wie immer ein großer Spaß. Schauspielerisches Talent und gute Auffassungsgabe waren hilfreich. Insgesamt schnitten die Mädchen hier besser ab und konnten die ersten zwei Plätze erringen.
Station Sandflasche
Mit einem Trichter in der vorgehaltenen Hand sollte Sand in eine Flasche gefüllt werden. Wegen des Windes war hier große Geschicklichkeit sowie gute Abschirmung durch die Gruppe notwendig. Erstaunlicherweise konnten die Jüngeren ihren Vorteil des geringeren Anstands zur Flasche tatsächlich ausnutzen und belegten die Plätze 1, 3 und 4.
Station Ball mit Netz fangen
Das Fangen eines Balls mit einem ca. ein Quadratmeter großen Netz war wieder ein großer Spaß. Der Ball wurde rückwärts von einem der Teilnehmer geworfen. Die Übrigen hielten gemeinsam das Netz. Dabei kam es darauf an, den gefangenen Ball auch im Netz zu behalten, ohne dass er wieder hinaus sprang. Der Werfer benötigte Ballgefühl und das Gespür, beim Rückwärts-Werfen ungefähr den Standort seiner Kollegen zu treffen. Fänger waren über das Netz miteinander verbunden und konnten das Netz nur gemeinsam in Richtung Ball bewegen. Hier waren also Koordination, schnelle Reaktion und Geschicklichkeit beim Fangen Voraussetzung. Die Anspannung der Netz-Athleten vor dem Wurf war ihnen deutlich anzusehen. Ein Vorteil durch Alter oder Geschlecht war nicht erkennbar.
Station Blinde Kuh
Bei der "blinden Kuh" wurde die Gruppe mit verbundenen Augen von einem Führer am Ende der Schlange durch einen Parcours geführt. Vertrauen, Synchronisation, Rechts-/Links-Kenntnisse sowie die Auswahl des richtigen Führers waren hier die ausschlaggebenden Elemente. Einige Gruppen hatten anfangs Probleme mit der einheitlichen Definition von links und rechts. Auch hier waren keine wesentlichen Vorteile durch Alter oder Geschlecht erkennbar.
Station Stockball
Ein Tennisball musste zu zweit auf zwei Jos über einen Rundkurs balanciert werden. Geschicklichkeit, Abstimmung, Synchronisation und Kurventechnik waren bestimmend. Auch eine hohe Konzentration war den Athleten anzusehen. Wesentliche Vorteile durch Alter oder Geschlecht waren nicht erkennbar.
Station Boccia
Wieder im Programm war das Boccia. Diesmal nicht mit Kugeln, sondern kleinen Säckchen. Die Leistungen waren sehr beeindruckend. 5 von 7 Zelten konnten mindestens einen Durchgang für sich verbuchen, in dem das Ziel-Säckchen exakt getroffen wurde. Die Leistungsdichte war extrem groß. Schon ganz wenige Zentimeter entschieden über die Platzierung.
Alle Teams waren hoch motiviert und zeigten vollen Einsatz. Viele waren mit echtem Siegeswillen an den Start gegangen. Einige Mannschaften traten von Anfang an als Team auf und feuerten ihre Kollegen eifrig an. Andere mussten sich erst "finden", was aber schnell gelang. Einige Teams waren durch die Erfahrungen des letzten Jahres bereits eingespielt. Aber auch Neulinge brachten sich sofort voll mit ein und hatten keine signifikanten Nachteile.
Bezüglich Alter und Geschlecht gab es hier und da mal leichte Vorteile für die eine oder andere Gruppe. Diese waren aber nie dramatisch. Dadurch waren die Leistungen der Teams insgesamt sehr ausgeglichen und weder das Alter noch das Geschlecht konnte einen ausschlaggebenden Vorteil bringen. Dies spiegelt auch die Gesamtplatzierung wieder. Die jeweils jüngsten und ältesten Mädchen- und Jungen-Zelte erreichten die Plätze 1 bis 3, bei zwei zweiten Plätzen. Auf dringenden Wunsch mehrerer Kinder wurde die Siegerehrung noch am gleichen Abend kurz vor der Bettruhe durchgeführt. Den Sieg errangen die Mädchen aus Zelt 14. Dieses Team hatte in ähnlicher Besetzung bereits im letzten Jahr gewonnen. Alle anderen hielten es mit dem olympischen Gedanken "Dabei sein ist alles!". Zumindest gab es bei mir keine Beschwerden. Auch die Jugendlichen, die mit der Durchführung der Stationen betraut waren, zeigten sich sehr engagiert und innovativ. Beim Aufbau der Stationen waren sie sehr kreativ und brachten häufig eine persönliche Note mit ein. Bei einigen Stationen mussten wir zu Beginn noch etwas nachbessern, um Kollisionen mit Hand- und Volleyball zu vermeiden, oder das Benotungsverfahren abstimmen. Aber an keiner Station kam es zu ernsthaften Problemen. Bis zum Schluss betrieben die Jugendlichen ihre Station konzentriert und motiviert. Das erhaltene Feedback zeigte, dass alle selbst auch viel Spaß dabei hatten.
Zusammenfassung
Aus meiner Sicht ist die Olympiade, auch im Hinblick auf die neuen Örtlichkeiten und die Dichte zu anderen Sportgruppen am Strand, sehr erfolgreich verlaufen. Sowohl die Stationsleiter als auch die teilnehmenden Gruppen haben sich sehr motiviert, engagiert und professionell verhalten. Soweit ich erkennen konnte, hatten alle sehr viel Spaß. Echte Ausfälle konnte ich nicht erkennen.
Vielen Dank an alle Athleten für die begeisterte Teilnahme und an die Stationsleiter, die natürlich Dreh- und Angelpunkt für die erfolgreiche Durchführung waren.
Gedichte (zufällige Reihenfolge)
Samurai Camp
Im Samurai Camp ist viel los,
am meisten aber auf den Klos.
Wir singen, springen, essen Kuchen
und versuchen nicht zu prusten.
Die Wellen schlagen uns um die Ohren,
und wir halten uns in Form.
Aikido macht uns Spaß,
denn wir geben ordentlich Gas.
Lilo hält uns in Topform
und lernen tun wir ganz enorm.
Ohne Titel 2 mal
Dunkel war's, der Mond schien helle
als ein Auto blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossener Hase
auf 'ner Sandbank Schlittschuh lief.
Die 3 Spatzen
In einem leeren Haselstrauch
sitzen 3 Spatzen Bauch an Bauch.
Der Erik rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Äuglein zu, ganz zu,
und oben drüber schneit es zu.
Sie sitzen beieinander dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.
Sie hören einander, ihr Herzlein pocht
und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Fußball
44 Fußballbeine rasen hin
und rasen her.
Denn das Spielfeld ist begrenzt,
das macht's besonders schwer.
Das kann jeder selbst bestimmen.
Die Kastriermaschine
Es war einmal ein kleiner Frosch,
der geriet in die Küchenmaschine von Bosch.
Als er raus kam war er blutrot.
Mit anderen Worten, er war tot.
Das, so dachten wir,
geschah mit diesem Tier.
Wir wussten, dass es passiert,
doch nun ist er kastriert.
Drum trauern wir um ihn,
den armen Fridolin.
Ohne Titel
Starke und Schwache vereinen sich.
Hier sind sie ganz unter sich.
Wir lernen gemeinsam,
hier ist niemand einsam.
Üben und verstehen,
hier kann man viele wiedersehen.
Weh tut der Sonnebrand im Nacken,
doch wir wollen nicht zur Heimreise packen.
Neue Gesichter, neues Glück,
hier möchte ich gern zurück.
Bericht von Ingo Fassbender, Jugendtrainer AV Wattenbek e.V.
Es war im tiefsten Osten Deutschlands in einem Dorf namens Dresden. Alle 18 Teilnehmer waren angekommen und alle hatten Hunger Aber wie bekommt man in einem solchen Dorf vor dem Beginn noch was zu essen? Man sucht den nächsten Döner-Laden! Dann konnte es frisch gestärkt losgehen.
Als erstes standen die schnelle Integration neuer Kinder und der Ausgleich großer Altersunterschiede in den Trainingsgruppen auf dem Plan. Alle sollten sich in ein bestimmtes Kind ihres Trainings versetzen und dieses überzeugend nachspielen. Das wurde bunt auf der Matte und so manches Kind wurde überzeugend dargestellt!
Im Anschluss stellte Andreas Kalbitz einige gängige, aber auch äußerst extravagante Varianten für die Vermittlung der Fallschule vor. Schon mal versucht mit einem Gymnastikball im Arm zu rollen? Wenn nicht, dringend ausprobieren! Aber beim Rückwärtsrollen nicht umkippen!
Wettkampf im Aikido geht gar nicht! Oder doch? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Jan Böttner hatte sich vorgenommen, dies auf dem Workshop mit den Teilnehmenden zu diskutieren und sorgte zunächst für eine zeremonielle ungewohnt angespannte Stimmung. Er veranstaltete mit den Anwesenden einen Kata-Wettstreit, bei dem ein Teil der Anwesenden Wettstreiter/-innen waren und der andere Teil stellte die Kampfrichter dar. Nach diesem Wettkampf bildete sich ein breites Meinungsbild, welches von "ist ne geile Idee, die aber noch reifen muss" bis "geht gar nicht" reichte.
Nach einem stärkenden Eintopf sorgte Lilo Schümann für ein gutes Briefing zum Thema Lehrgangszuschüsse am Beispiel Schleswig-Holstein und auf Bundesebene. In ihrem Vortrag machte sie auf wichtige Kriterien zur Förderwürdigkeit und -voraussetzung aufmerksam. Ferner stellte sie klar, dass die Übernahme der Vorkasse für größere Veranstaltungen nicht aus dem privaten Geldbeutel gezahlt werden sollte.
Hitzig wurde die Diskussion, als Regine Häfner im Anschluss das Thema "Prävention gegen sexualisierte Gewalt" vorstellte. Besonders der Punkt, "ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis als Trainer vorlegen" zu müssen, stieß auf harsche Kritik. Dass die Kinder geschützt werden müssen, darin waren sich alle einig. Doch über die wirksamsten Wege schieden sich die Geister.
Nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Nachtruhe auf der Matte und einem Frühstück ging es mit spielerischem Aufwärmtraining und Maximilian Eller weiter. Wie immer, wenn "Erwachsene" spielen dürfen, wurde es bunt. Erwachsene sind eben doch nur langgezogene Kinder.
Anregungen für ein abwechslungsreiches Training gab im Anschluss Jan Böttner mit einigen "straßentauglichen" Selbstverteidigungstechniken gegen gängige Angriffe. Die Möglichkeit, diese direkt auszuprobieren wurde rege genutzt.
Lilo Schümann sensibilisierte im nächsten Programmpunkt die Trainer/-innen für die Aufgabe, Kinder stark zu machen und ging auf entsprechende Möglichkeiten, die dem Trainer/der Trainerin hierfür zur Verfügung stehen, ein. Dies ging fließend in ihren Beitrag zum Thema des Umgangs mit verhaltensauffälligen Kindern im Training über.
Den Abschluss bildete Maximilian Eller mit dem Thema Zwischenprüfungen für Kinder. Hierzu stellte er zunächst eine nder bereits angewandten Methoden vor, woran sich eine Diskussion über Durchführbarkeit und Sinnhaftigkeit anschloss. Da Zwischenprüfungen ist vielen Vereinen bereits praktiziert werden, wurde das Thema sehr praktisch analysiert und die besten Verfahren wurden einander vorgestellt.
Damit ging der Workshop für Jugendtrainerinnen und Jugendtrainer auch schon zu Ende. Insbesondere diese Kurzweiligkeit ließ den Wunsch aufkommen, den Workshop im nächsten Jahr zeitlich auszuweiten. Es war ein konstruktives Wochenende mit vielen Anregungen für die heimatlichen Dojo und die weitere Arbeit des Bundesjugendvorstandes.
Der Workshop wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP).
Bericht von Fiona Lüdecke, Takebayashi Dojo e.V.
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Weitere Dokumente (Elternerklärungen, Anmeldeformulare, etc.) befinden sich im Lehrgangsplan.