Lehrgangsberichte


Hier findet ihr Berichte von vergangenen Lehrgängen und Trainings.

Jugendregionaltraining in Rüsselsheim 03.09.2011, Rüsselsheim
mit Udo Dittrich
von Thomas Eichhorn

"30 Grad und 40 Teilnehmer"

Es war wohl der letzte heiße Sommertag in 2011 und dennoch fanden sich 40 Teilnehmer zum Jugendregionaltraining in Frankfurt ein. Klar, dass die Kinder und Jugendlichen Aikido dem Freibad vorzogen, da muss man nicht lange überlegen ;-)

Das letzte JRT im Jahr findet schon traditionsgemäß am Flughafen mit Udo statt. Für diesen Samstag hatte sich Udo Messertechniken vorgenommen. Dabei wurden etliche Vorübungen ohne Messer praktiziert, bis die Kids dann mit dem Tanto arbeiten durften. Dies war aber auch notwendig, denn der Ude (nicht Udo)-kime-osae gehört nicht zu den üblichen Techniken im Kindertraining.

Meister Dittrich ließ es sich auch nicht nehmen, den Teilnehmern die Gefahren, die vom Messer ausgehen, zu erläutern.

Nach zwei heißen Stunden Training (ohne Spiel!) ging es dann zur Stärkung in die Flughafenkanine, wo alle ihre Batterien wieder auffüllen konnten.

Mein Dank gilt Udo und auch seiner Frau, die beide den Großteil der Organisation übernommen hatten.

Bericht von Thomas Eichhorn, Jugendwart AVHe

2. Aikido-Kinder-Camp in Gaißach 04.06.2011, Gaißach
mit Dieter Ficht (2. Dan)

Konzentration und leuchtende Augen.

30 Gaissacher Aikido-Kinder im Alter von 6-13 Jahren haben am Samstag, dem 4. Juni am 2. Aikido-Camp für Kinder der Abt. Aikido des SC Gaißach teilgenommen.

Organisiert wurde das 2. Aikido-Camp für Kinder vom Team unter der Leitung der Jugendtrainerin Petra Floßmann.

Zwei Stunden lang, von 13 bis 15.00 Uhr, trainierten die Aikido-Kinder super motiviert die waffenlosen Selbstverteidigungstechniken.

Durch die harmonische Art von Dieter Ficht, dem eigens aus Bamberg angereisten Meister mit 2. Dan, gab es auf der Matte nur konzentrierte und strahlende Gesichter.

Beim anschließenden Rahmenprogramm, dass maßgeblich von Markus Gruber und seinem Team gestaltet wurde, aktivierten die Kinder ihre letzten Energiereserven.

Fast alle Eltern waren zum abendlichen Grillen gekommen und in lockerer Runde tauschte man sich über Hochpotential-Kinder, die Herausforderungen in der Schule sowie über das Kinder-Aikido aus.

Die große Teilnehmerzahl, die vielen Eltern und die engagierten Jugendtrainer haben mit dem 2. Aikido-Camp für Kinder, die Vereinslegende fortgeschrieben.

Kinderlehrgang in Nürnberg 04.06.2011, Nürnberg
mit Markus Daigeler
von Christoph Raab

Was hat Aikido eigentlich mit Flaschen zu tun?

Jedes Jahr im Frühling veranstaltet die Aikidoabteilung des PostSV Nürnbergs einen Kinderlehrgang und daher verwundert es auch nicht weiter, dass es am siebten Mai wieder einmal so weit war. So konnten wir insgesamt knapp zwanzig junge Aikidoka begrüßen, die sich trotz Badewetter im Dojo versammelt hatten. Sie alle warteten voller Spannung auf den Trainer den wir dieses Jahr eingeladen hatten und dessen Name wohl den wenigsten etwas sagte. Stellvertretend hierfür einmal folgendes Gespräch aus dem Training zwischen mir und einem Schüler: "Wer ist denn dieser Markus Daigeler? Kenn ich den?" "Ne, den kennst du noch nicht. Aber der macht ganz tolles Training." "Na gut dann komme ich. Aber wehe des stimmt nicht." Zu meinem Glück sollte ich Recht behalten und wir durften später auf ein wunderschönes Training zurückblicken. Aber nun wieder zurück zum eigentliche Lehrgang.

Jeder der Aikido einmal praktiziert hat, stellt sich irgendwann die Frage, wie realitätsbezogen Aikido eigentlich ist. Denn wer packt schon meine Hand, wenn er mich angreifen will? Aber heute sollten wir erfahren, dass man sich mit Aikido auch hervorragend gegen "richtige" Angriffe verteidigen kann. Bereits während des Aufwärmtrainings, das mit vielen Spielen aufgelockert wurde, zog eine große blaue Plastiktüte, die am Rand der Matte stand, die Aufmerksamkeit einiger Kinder auf sich. Man konnte direkt sehen, wie sie sich Gedanken machten, was wohl in dieser Tüte sei. Als dieses Geheimnis später dann gelüftet wurde, breitete sich erst einmal Verwirrung aus. Warum hatte Markus denn so viele leere Flaschen mitgebracht? Als er die Schüler dann bat, sich eine Flasche zu nehmen, fingen die ersten an zu verstehen was Markus heute mit uns geplant hatte. Nämlich ein Training in dem wir uns gegenseitig mit Flaschen angriffen. Und das ist doch in der Tat schon ziemlich realistisch. (Auch wenn wir natürlich Plastikflaschen benutzten, die auch dann nicht weh taten, wenn sie einmal trafen.) Und so fingen wir an uns gegenseitig mit Flaschen anzugreifen oder gegen die Flaschen zu verteidigen. Auch wenn man hier natürlich viele neue Dinge beachten musste, machte es einen Riesenspaß und so wurde selbst die unbeliebteste Technik zu einem Event. Dabei übten wir die verschiedensten Techniken von einfachen Gelbgurttechniken bis hin zum Kokyu-Nage, der sich in der Prüfung zum schwarzen Gürtel wiederfindet. Und aufgrund der Flaschen merkte niemand wie kompliziert diese Techniken eigentlich waren.

Ich sprech hierbei sicher nicht nur für mich, wenn ich sage, dass dies ein sehr interessantes Training war, aber noch viel wichtiger ein Training, das unglaublich viel Spaß machte. Daher hier noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Markus, für einen tollen Lehrgang. Du kannst sehr gerne wieder mal einen Lehrgang bei uns leiten.

Bericht von Christoph Raab, Jugendabteilungsleiter Aikido PostSV Nürnberg

Bundesjugendlehrgang in Bamberg 28.05.2011 - 29.05.2011, Bamberg
mit Patrick David (2. Dan)
von Angela Crucitti

Drei Stunden saßen wir aufgeregt auf der Rückbank – denn so lange dauerte die Fahrt von Augsburg nach Bamberg – und konnten es gar nicht erwarten endlich anzukommen. Die letzte Abzweigung war auch schnell gefunden und kurz darauf standen wir mit unserem Gepäck in der Hand vor dem Vereinsgebäude. Mühsam schleppten wir unsere Taschen die Treppe hoch und wurden vor der Tür schon von Dieter – der den Lehrgang organisiert hatte – empfangen.

In der Halle wurden wir von den bereits angekommenen Teilnehmern mit großem Hallo begrüßt und zusammen bauten wir die Matten auf. Kurz darauf kam auch schon Patrick – unser Trainer – an. Da noch die Kissinger fehlten, wurde beschlossen erst nach dem Abendessen zu trainieren. Es gab übrigens Nudeln mit Tomatensoße, doch vorher tobten die Jüngeren auf der Matte, während sich die Größeren unterhielten.

Eineinhalb Stunden powerten wir uns nach dem Essen mit Spielen, wie der Krake (eine Gruppe von ca. 8 Leuten muss z.B. mit 6 Händen und 10 Füßen die andere Seite erreichen – da hieß es Stapeln!) oder Kettenfangen aus. Natürlich übten wir auch Fallen, Rollen und Techniken.

Nach dem Duschen und Bett-fertig-machen, traf man sich zum Werwolf spielen oder zum Quatschen. Um Mitternacht schlüpften die meisten unter ihre Decken. Die Anderen, die noch nicht ins Bett gehen wollten, zogen in einen leeren Raum zurück, wo sie bis ein Uhr weiter spielten.

Die Nacht war ruhig, aber viel zu kurz, denn um 6 waren die ersten schon wieder wach und zu neuen Taten bereit. Zum Glück konnten sie umquartiert werden, so dass die Langschläfer unter uns erst um 8 aufstehen mussten. Dieter besorgte währenddessen frische Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Butter, Cornflakes und natürlich ganz viel Nutella!

Begeistert stürzten wir uns auf das Büffet bis wir fast platzten. Nach einer kleinen Verdauungspause begann unser zweites Training. Zum Aufwärmen spielten wir fangen, aber nicht wie sonst! Denn diesmal musste man um sich zu schützen einen anderen auf den Arm nehmen, so dass er nicht mehr den Boden berührte, erst dann waren beide gerettet. Manche stellten es geschickt an und schnappten sich eine der zwei jüngeren Mädchen und hob sie hoch, so sparte man sich das Weglaufen und das Fänger-Werden.

Anschließend gingen wir ein bisschen in die Judo-Schiene, als es darum ging, dass einer den anderen auf dem Boden fixierte und der Untere versuchen musste sich zu befreien oder auf den Bauch zu drehen. Es war ein heftiges Gerangel, doch zum Glück hat sich niemand verletzt. Danach ging es weiter mit der Fallschule und wir fielen und rollten, bis wir ziemlich fertig waren. Zuletzt übten wir noch ein paar Techniken, dann war das Training leider auch schon wieder vorbei. Völlig verschwitzt verschwanden wir in den Umkleiden, duschten und trafen uns dann zum Mittagessen. Es wurden Schnitzel mit Pommes serviert und allen schmeckte es hervorragend.

Natürlich wollten wir auch etwas von der Gegend sehen, so beschlossen wir durch einen schönen Park, in Richtung Altstadt zu spazieren. Wir haben einige prächtige Bauten gesehen und von Dieter viel über Bamberg erfahren. Nach dem langen Marsch hin, brauchten wir eine Abkühlung, die wir uns in einer Eisdiele besorgten. Jeder bekam zwei Kugeln vom DAB spendiert. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle im Namen aller Teilnehmer herzlich bedanken!

Zufrieden schleckend machten wir uns auf den Rückweg und alberten auf der Strecke viel herum.

In der Halle angekommen hatten wir eine Stunde, um unsere Füße ein bisschen auszuruhen und das Eis zu verdauen, dann ging es auch schon wieder mit dem nächsten Training weiter. Doch dieses Mal war es anders, denn niemand – auch nicht der Trainer - durfte etwas sagen. Es war also ein traditionelles Training, in dem absolute Stille herrscht. Am Anfang machten wir uns alle Sorgen, ob und wie das wohl klappen sollte, doch letztendlich funktionierte es erstaunlich gut. Man musste einfach mehr mit Händen und Füßen kommunizieren und auch die Mimik miteinbeziehen. Ich glaube, niemand hatte besonders große Schwierigkeiten. Obwohl wir nur eine Stunde trainiert haben – es fühlte sich zwar viel länger an – schafften wir doch einige Techniken mehr, als normalerweise. So schön dieses sonderbare Training auch war, auf die Dauer wäre es mir einfach viel zu anstrengend und zu still!

Nachdem wir uns alle frisch gemacht hatten, packten wir die Gitarre, einige Songbücher und warme Jacken ein und schlenderten zu unserem Grillplatz. Dort brannte schon ein Lagerfeuer und die Kohle im Grill wurde gerade angezündet. Während die Würstchen brutzelten unterhielten sich die Großen und die Jüngeren sprangen auf dem Sportplatz herum oder warfen Stöckchen in die Flammen.

Die Würstchen waren bald fertig und wir aßen begeistert bis wir satt waren. Auch der Salat fand großen Anklang und von den Brötchen vom Frühstück blieb, abgesehen von den Bröseln, bald auch nichts mehr übrig. Als das Lagerfeuer ziemlich heruntergebrannt war und es uns zu kühl wurde, packten wir die Sachen und gingen wieder hinein. Dort beschlossen wir ein neues Spiel, das Patrick mitgebracht hatte, auszuprobieren. „Citizen X“ geht fast genauso wie Werwölfe, ist aber ein bisschen komplizierter. Nach dem wir uns einige Runden eingespielt hatten, lief es richtig gut und wir hatten viel Spaß.

Eigentlich war noch eine Nachtwanderung geplant, doch vor lauter Zombie-Jagen haben wir die Zeit einfach übersehen. Irgendwann waren wir alle nach diesem Tag so geschafft, dass wir beschlossen ins Bett zu gehen. Es war ja auch schon fast halb drei!

Am nächsten - und letzten – Tag gab es so gut wie keine Frühaufsteher. Wir lagen völlig fertig in den Schlafsäcken und dösten, hörten Musik oder versuchten noch einmal einzuschlafen. Aber Frühstückszeit war trotzdem und deswegen mussten wir alle aus unseren Schlafsäcken krabbeln. An den Tischen sah man viele unausgeschlafene Gesichter, doch die Jüngeren sprühten nur so vor Energie. Wir genossen die letzte Mahlzeit zusammen und bald darauf fing auch schon das vorerst letzte Training an.

Weil die Kleinen voller Elan waren, spielten wir viel, zum Beispiel das Gürtel-Fangen. Die Regeln sind ganz einfach, jeder nimmt seinen Gürtel, legt ich ihn einmal zusammen und hängt ihn sich dann in den Kragen. Nun darf jeder jeden fangen und wem der Gürtel rausgezogen wurde, der muss sich an den Rand setzen und hat erst mal Pause. Eine Runde war Patrick aber noch nicht genug und so spielten wir noch vier weitere. Weil wir schon mal beim Gürtel waren, banden wir ihn uns beim nächsten Spiel wieder um, taten uns zu zweit zusammen und versuchten nun gegenseitig den Gurt wieder aufzuknoten. Wir alle hatten dabei unheimlich viel Spaß, obwohl es doch ziemlich anstrengend war.

Danach verlief das Training relativ ruhig, mal abgesehen von ein paar „Schweinetechniken“, die Patrick uns beibrachte. Viel zu schnell war auch diese Einheit vorbei und wir zogen uns ein letztes Mal um. Dann mussten die Kissinger auch schon zum Zug, doch vorher gab es noch leckere Lunchpakete zum Mitnehmen.

Mit uns übrig gebliebenen Kids aus Nürnberg und Augsburg zogen Dieter, Patrick und die zwei Jugendbetreuer los, um in der Altstadt noch ein Eis zu essen. Diesmal wählten wir den kürzesten Weg und als wir wieder beim Vereinsgebäude ankamen, warteten auch schon die ersten Eltern. Bald darauf waren alle Nürnberger verstaut und meine Freundin und ich waren die letzten, die abgeholt wurden.

Schade, dass dieses Wochenende so schnell vorbei war, aber wir wollen alle sobald es geht wieder kommen und vielleicht klappt ja auch mal eine Lehrgangswoche für Jugendliche in Bamberg… Ich würde mich jedenfalls freuen, denn es hat super viel Spaß gemacht!

Bericht von Angela Crucitti, Dojo für Aikido und Karate Augsburg

Jugendregionaltraining in Rüsselsheim 28.05.2011, Rüsselsheim
mit Melanie Schnell
von Thomas Eichhorn

"Aikido ist wie Tanzen, nur am Ende liegt einer am Boden"

Wie oft kommt man im eigenen Jugendtraining schon dazu, mit Bokken zu trainieren. Nachdem bei einem der letzten JRTs mit Jo trainiert wurde, war heute Bokken an der Reihe. Meisterin Schnell ließ bekannte Grundtechniken einmal ohne und einmal mit dem Bokken üben. Da sich die Bewegungen dabei ähnelten, war die Arbeit mit dem Holzschwert für die Kids nicht allzu befremdlich.

Nach Shiho-Nage, Ude-osae kam der Kaiten-Nage uchi. Hier stellte einer der Teilnehmer fest, dass die Technik wie Tanzen aussehen würde. Melanie stimmte dem zu, jedoch mit einem Unterschied: beim Aikido liegt am Ende einer am Boden!

Melanie wären bestimmt noch viel mehr Techniken eingefallen, jedoch waren die 2 Stunden schon wieder vorbei. Auf jeden Fall freuen wir uns auf den angekündigten 10-Minuten-Yoko-ukemi-crash-Kurs in einem der nächsten Trainings.

Bericht von Thomas Eichhorn, Jugendwart AVHe

Jugendregionaltraining in Rüsselsheim 02.04.2011, Rüsselsheim
mit Christian Oppel
von Thomas Eichhorn

Wie unschwer zu erkennen ist, war Jo dieses mal Thema des Jugendregionaltrainings. Das Wetter war für diesen 2. April blendend und dennoch fanden sich so viele Teilnehmer wie lange nicht mehr auf der Matte ein. Mit 24 Kindern und 11 Betreuern war das Dojo für Stocktechniken schon fast etwas überfüllt. Da keine Zähne fehlten oder Augen ausgestochen wurden, lässt auf einen kontrollierten Umgang mit den Stöcken schließen.

In Hessen ist es mittlerweile bekannt, dass Christian gerne und auch sehr gut mit dem Jo arbeitet. In der ersten Stunden machte er die Kinder mit dem Stock vertraut und ließ sie schrittweise Kataformen üben. In der zweiten Stunde ging er dann dazu über, Aikidotechniken mit und ohne Stock üben zu lassen. Meister Oppel wies dabei immer wieder darauf hin, dass sich die Techniken mit und ohne Stock kaum unterscheiden und Bewegungsverwandtschaften bestehen. Es gibt ein klares Zeichen dafür, wenn die Kinder und Jugendlichen in ihre Techniken vertieft sind und der Lehrer ihre Aufmerksamkeit fesseln kann: es wurden während des ganzen Trainings keine Spiele verlangt!

Bericht von Thomas Eichhorn, Jugendwart AVHe

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