Hier findet ihr Berichte von vergangenen Lehrgängen und Trainings.
Der alljährlich Landesjugendlehrgang fand dieses Jahr in Groß Karben statt.
Als Lehrerin konnte in diesem Jahr Petra Schmidt, 3.Dan Aikido, vom Aikido Club Niedernhausen, sowie 1.Vorsitzende des AVHe gewonnen werden. Nachdem sich die ca. 40 Kinder und Jugendlichen aus den verschiedenen Vereinen in Hessen eingefunden hatten, ging es am ersten Tag auch schon gleich mit dem Training los. Petra legte sehr viel Wert darauf, dass der Uke (Angreifer) möglichst realistisch angreift, um dessen Nage (Verteidiger) einen optimalen Trainingserfolg zu ermöglichen. Eine der ersten Übungen war ein sogenannter Kokyu, einer Technik für den schwarzen Gürtel. Hierbei versuchte Petra den jungen Aikidoka zu vermitteln, dass "Zentrum" ihres Körpers einzusetzen, sodass selbst kräftigere Trainingspartner zu Boden gebracht werden konnten.
Nach einem gemeinschaftlichen Pizza- Essen am Abend, wurde zusammen gespielt und herumgetobt. Ein absolutes Highlight war das von einem Teil der Kids, interaktiv, aufgeführte Theaterstück, bei dem die Zuschauer selbst entscheiden konnten, was als nächstes passiert. Dies führte sehr zur Belustigung aller Teilnehmer :D.
Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen. Nach einer - mehr oder weniger -erholsamen Nacht, ging es nach dem Frühstück auch gleich wieder los. Petra legte ihren Schwerpunkt auf den Würge-Angriff und demonstrierte, wie man sich mit den Grundtechniken aus dieser schwierigen Lage befreien kann. Die Teilnehmer waren mit vollem Eifer auf der Matte und versuchten das Gezeigte, so gut wie möglich umzusetzen und auch die Betreuer konnten die ein oder andere Idee aus Petras Training mit ins heimische Dojo nehmen.
Vielen Dank an alle Helfer aus Karben, welche sich um die Organisation kümmerten und natürlich an Petra für Ihr tolles und informatives Training.
Bericht von René Fritz, Jugendwart TGS Walldorf
Am 22-23.September 2012 hat die Aikido-Abteilung des TC Gelsenkirchen ihren ersten Jugendlehrgang des AVNRW ausgerichtet. Unter der Leitung von Claudia van Noort und Frank Steinmann (beide 1. Kyu) aus Werl wurde den ca. 50 Kindern aus ganz NRW ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die anschließenden Geschicklichkeitsspiele, sowie die Möglichkeit Aikidoka aus anderen Vereinen kennzulernen, rundeten den Lehrgang ab. Müde und "abgekämpft" fuhren nicht nur die Jugendlichen wieder nach Hause.
Bericht und Fotos beim TC Gelsenkirchen
Bericht von Heike Mercsak, TC Gelsenkirchen -Aikido-
"Udo wird weich"
Jugendregionaltraining mit Meister Udo Dittrich (3.Dan)
Führung, Führung und nochmals Führung war das Thema dieses JRT am Frankfurter Flughafen. Aus ganz Hessen kam der fleißige Aikido-Nachwuchs zusammen. Insgesamt 37 Teilnehmer wuselten über die Matte und kamen bei den anspruchsvollen Techniken ordentlich ins Schwitzen.
Denn auch der Nachwuchs weiß, der Name Udo Dittrich steht für ein spannendes und abwechslungsreiches Training.
Obwohl Meister Udo eigentlich keine Spiele mag, lies er sich zur Auflockerung zu zwei Ballspielen überreden. Dafür trainierten die Kids und Jugendlichen umso fleißiger! :-) Udo, es geht doch!
Statt dem traditionellen Besuch einer bekannten Fastfood-Kette wurde Pizza geordert und nach dem gemeinsamen Abendessen ging es zurück in die Heimat.
Bericht von Melanie Schnell, Samurai Raunheim
10 Jahre Treffen junger Aikidoka im Zelt-Ambiente
Die Samurais sind wieder zurück und können viel erzählen, denn sie haben einiges erlebt. Die Regentage fielen aufgrund der Programmvielfalt nicht sonderlich auf. Ein wenig Glück bescherte der Wettergott dann doch am Abend der Gruselnacht und am Vormittag der Lagerolympiade, die diesmal vollständig am Strand stattfand.
Aufgrund der äußeren Bedingungen wurden die Aikido-Einheiten geringfügig gekürzt und in zwei Schichten absolviert. Hierbei fiel auf, dass die Kinder und Jugendlichen viel konzentrierter bei der Sache waren. Diese Zufälligkeit gibt den Anstoß, künftig kürzere Einheiten anzubieten.
Ein Novum dieses Camps war, dass sehr viele Trainer zum Einsatz kamen und ihre Sicht des Aikidos vermitteln konnten. Insgesamt gab es sechs Gruppen à 18 Kinder/Jugendliche, die nach Alter eingeteilt waren. Es konnten intensive Kontakte innerhalb der Gruppen hergestellt werden. Namensschilder und Aufkleber waren hierbei hilfreich. Die Teilnehmer kamen in diesem Jahr aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.
Bei der Vielfalt an Angeboten, die auch andere Sportarten als Aikido beinhalteten, meldeten sich ältere Teilnehmer des Camps, um ihre eigenen Sportarten, die sie neben Aikido betreiben, vorzustellen und anzuleiten. Dies gelang ihnen hervorragend. Hier fiel auf, dass sich die Aikidoka besonders intensiv bemühten, um der Zielvorstellung der fast gleichaltrig Anleitenden gerecht zu werden. Natürlich wurde dies mit reichlich Muskelkater belohnt.
Da uns das Wetter nicht verwöhnte, wurden die Gipsmasken erstmalig in einem Zelt hergestellt. Origami und Kalligraphie wurden im Gruppenraum und im Speisesaal vermittelt. In diesem Jahr hatten wir nur einen kleinen Gruppenraum, da die beiden anderen Räumlichkeiten durch die andere große Freizeit (Lenste II), die ca. 160 Personen umfasste, belegt waren. Alle Einrichtungen des Jugendzeltlagers wurden intensiv genutzt, auch für spontane Gesellschaftsspiele.
Das Theater-Projekt wurde während der Woche vorbereitet. Die Aufführung am Samstag stellte den Höhepunkt dar, der mit viel Beifall belohnt wurde. Initiiert wurde dieser Programmpunkt von Anna und Frank aus Nordrhein-Westfalen.
Sobald sich die Sonne blicken ließ, nutzten wir die Freiflächen wie Sportplatz, Zeltinnenhof und Strand. So konnten auch die Neulinge erleben, wie sich das Zeltlager bei gutem Wetter anfühlt. Die mitgebrachten Diabolos fanden guten Anklang, auch bei der Nachbargruppe.
Die von unseren Jugendlichen gestaltete musikalische Untermalung der neuesten Tanzstile fand im gesamten Zeltlager länderübergreifend Anklang. (Die Nachbargruppe wird wohl nächstes Jahr wieder mit uns im Camp sein.)
107 Teilnehmer und 13 Betreuer stellten die Organisation vor besondere Anforderungen. Kurzfristig wurden Pläne umgeschrieben und Rotierungen vorgesehen. Hier wurden die Kennzeichen eines Zeltlagers wieder einmal offenkundig: Spontanität, Flexibilität und Kreativität. Der am grünen Tisch entworfene komplexe Plan konnte nur ein Gerüst darstellen. Am Tag der Anreise fiel aufgrund des guten Wetters das Training zugunsten einer Strandbegehung aus. Das war auch im Nachhinein gesehen, eine gute Entscheidung.
Ein besonderes Lob geht an die gesamte Crew, weil die Kinder und Jugendlichen begeistert sind und nächstes Jahr wieder gerne dabei sein werden. Und die Crew bedankt sich bei den Kindern und Jugendlichen, die sich durch das Wetter nicht haben irritieren lassen und so positiv in das Camp eingebracht haben.
Ingo hat es treffend ausgedrückt: 'Es hat nicht nur gepasst in diesem Jahr, alle zusammen haben es passend gemacht.'
Ein großes Dankeschön an alle, die in diesem Jahr und auch in der Vergangenheit zum Erfolg des Samurai Camps beigetragen haben:
Patrick, Detlef, Jan, Sofia, Holger,
Ingo, Lisa, Nina, Christian,
Claudia, Frank und Andreas
und natürlich Thomas und seine Vereinskollegen, die uns stets in Grömitz unterstützten.
In diesem Zusammenhang bitte ich um ein stilles Gedenken an Olaf Kaiser, der das Camp stets hervorragend unterstützte. Er ist im November 2011 plötzlich und unerwartet verstorben.
An den Initiator des Samurai Camps, Thomas Kroniger, der die Idee 2003 zum ersten Mal als dreitägiges Event mit eigenen Zelten im Hüttener Forst umsetzte geht ein herzliches Dankeschön. Er musste das Projekt aus beruflichen Gründen abgeben.
Auch alle ehemaligen Betreuer wie Tobias, Rolf, Patricia, Esther, Fritz und Meike sowie Frank D. seien an dieser Stelle gegrüßt mit der Bitte, die Jugendarbeit in irgendeiner Weise fortzuführen.
Das nächste Samurai Camp findet in der letzten Juli-Woche 2013 statt. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben.
Bericht von Lilo Schümann, Organisatorin des Samurai Camps
...wieder einmal eine Woche in Grömitz
Was für alle volljährigen Aikidoka des DAB 'das Horn' ist, ist für die Kinder und Jugendlichen inzwischen längst das Samuraicamp geworden: Ein Wochenlehrgang, der jährlich stattfindet, sodass man gute Freunde wiedersieht und neue kennenlernt. Dieses Jahr wurde es nun schon zum zehnten Mal in Folge organisiert. Was vor 10 Jahren noch ein wenig an 'Wildcamping' erinnerte (ich kann mich da nur auf lustige Erzählungen der damaligen Teilnehmer stützen, da ich damals leider noch nicht dabei war), hat sich inzwischen zu einer fast schon luxoriös zu nennenden Campingvariante weiterentwickelt. Die Zelte sind groß und mit Matratzen ausgelegt und der Platz verfügt über Sanitäranlagen und einen Speisaal samt Küchencrew, die uns jedes Jahr versorgt. Der Strand liegt nicht mal fünf Minuten entfernt. Man muss also quasi nur einmal aus dem Zelt fallen und kann den Sommer in vollen Zügen genießen. An dieser Stelle muss aber fairerweise erwähnt werden, dass es in dieser Hinsicht dieses Jahr nichts - aber auch wirklich gar nichts - zu genießen gab. Eine so verregnete Woche haben wir dort noch nie erlebt! T-Shirt - Wetter sieht anders aus. Stattdessen zitterten wir in unseren Jacken. Pünktlich zum Abreisetag gab's dann zum allerersten Mal keinen Regen.
Nichtsdestotrotz hat die Sonne sich stets bemüht und hatte immerhin ein paar Gastauftritte. Diese Augenblicke wurden von den ganz Harten sogar dafür genutzt zu schwimmen. Ansonsten wurden die meisten Aktivitäten nach drinnen verlegt. Origami, Kalligraphie, die Disco und 'Citizen X' (eine etwas kompliziertere Variante des beliebten 'Werwolf'- Spiels) sowieso. Das Aikidotraining fand in der Turnhalle statt, soweit es irgendwie möglich war - doch über 100 Kinder gleichzeitig auf der Matte unterzubringen, ging natürlich nicht. Dennoch ließ sich alles regeln.
Am Donnerstag fuhren wir in den Hansa - Park. Obwohl wir jedes Jahr dort sind und der Park ja echt nicht groß ist, ist es immer wieder lustig. Dieses Jahr gab's auch keinen Grund sich darüber zu ärgern, in der Wasserbahn nass zu werden - durch den vielen Regen waren wir ja an nichts anderes gewöhnt. 'Nessi', die Loopingbahn, fuhr wie immer zuverlässig, obwohl eine Teilnehmerin gleich zu Anfang eine Schraube in der Hand hielt. Die Frage, wozu sie gehörte, bleibt offen... Für mich eine echte Neuentdeckung waren die Autoscooter, mit denen man bestimmte Ziele 'abschießen' musste und so Wettrennen gegen andere Teilnehmer fuhr. Unser Auto war zwar nicht das schnellste, aber Spaß gemacht hat's trotzdem - und gewinnen werden wir dann im nächsten Jahr! Vor dem Kletterpark konnte ich mich diesmal zum Glück drücken ;-) Bei der Nässe wäre es sicherlich nochmal eine besondere Herausforderung gewesen. Nach dem Hansa - Park stand dann noch die Disco an. Wir feierten gemeinsam mit einer anderen Gruppe, die den Zeltplatz ebenfalls nutzte. So bestand tatsächlich mal die Chance, in der Disco jemanden kennenzulernen.
Auch die Gruselnacht, für die sich die Älteren verkleideten, kam gut an. Ebenso die Lagerolypiade, die komplett am Strand stattfand. Das Wetter spielte zumindest soweit mit, dass man es mit Jacke dort aushalten konnte. So wurde es doch noch ein gemütlicher Tag am Strand. Am Samstagabend feierten wir dann Abschied. Es wurde gegrillt und alle rund 100 Teilnehmer stellten sich in eine eindrucksvolle Schlange um ein Würstchen oder ein Stück Fleisch zu ergattern. Patrick spielte Gitarre und bekam jede Menge Komplimente für seinen Gesang. Nach und nach fielen immer mehr mit ein. Wer nicht textsicher war, jodelte einfach in den Pausen ;-) und es endete damit, dass alle Teilnehmer mit 'La le lu' ins Bett gebracht wurden.
Am Sonntag musste dann 'auf Wiedersehen' gesagt werden, was dem einen oder anderen wirklich schwer fiel. Alle Harburger schienen sich jedoch einig zu sein, dass es eine super Woche gewesen ist und für die meisten steht jetzt schon fest, dass sie nächstes Jahr wieder dabei sein wollen. Ben, das 'Küken' im Camp, machte da keine Ausnahme. Was aber irgendwie auch kein Wunder ist, da er ja von allen ständig rumgetragen und umsorgt wurde. Inzwischen wird er sich wohl wieder daran gewöhnt haben müssen zu laufen :-)
Es war insgesamt mal wieder wunderschön! Danke an Lilo, die das alles jedes Jahr wieder organisiert. Danke an alle Harburger, die dabei waren - ihr seid spitze! (Das gilt genauso für alle Eltern, die dafür gesorgt haben, dass die An- und Abreise problemlos funktionierte und dafür, dass wir das Camp am Sonntag noch gemeinsam haben ausklingen lassen - inklusive der Bad Bramstedter, natürlich). Und danke auch an alle anderen, die das Samuraicamp 2012 zu etwas Besonderem gemacht haben!
Bericht von Sofia Syed, Jugendtrainerin Aikido-Club Harburg e.V.
Nun schon zum 10.Mal nahmen Hohenwestedter Aikidokas am DAB Samurai Camp in Grömitz/Lenste teil.!17 Kinder und Jugendliche fuhren mit ihrem Trainer Detlef Kirchhof, 1.DAN, vom 17.-22.07. an die Ostsee. Insgesamt 112 junge Aikidokas aus Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie 14 Betreuer freuten sich über erlebnisreiche Tage. Bei den langjährigen Mitfahrern herrschte große Wiedersehensfreude mit den bekannten Gesichtern anderer Lehrgangsbesucher, bei den Neulingen gespannte Erwartung. Leider meinte es der Wettergott 2012 nicht so gut mit den Aikidokas; es war definitiv zu kalt und nass für den Juli. Trotzdem wurde mindestens zweimal täglich trainiert. Bei trockenem Wetter auf dem Rasen, sonst in der anliegenden Sporthalle. Immer wechselnde Trainerinnen und Trainer und verschiedenste Technikangebote forderten die Teilnehmer ordentlich. Detlef Kirchhof wurde auch hier häufig als Trainer eingesetzt. Auch das Training mit den im Aikido verwendeten Waffen (Holzmesser/Tanto Holzschwert/Bokken Holztstab/Jo) wurde für alle in wechselnden Gruppen angeboten. Workshops zum Thema Abwehr gegen verbale Angriffe, Dualismus im Aikido und Aikido in brenzligen Situationen rundeten das Trainingsprogramm ab. Aber auch der Freizeitspaß kam nicht zu kurz: Lagerolympiade, Gipsmasken anfertigen, Kalligraphie, Origami. Ebenso die Nachtwanderung, in der die älteren Jugendlichen sich als Darsteller verschiedener Einlagen betätigten, durfte nicht fehlen. Zum Hansapark verschlug es die Kinder und Jugendlichen natürlich auch. ?Erspart ? blieb den Betreuern und Trainern auch nicht die Vorstellung der neuesten Tanzstile, bei für einige gewöhnungsbedürftiger Musik, bei der Lagerdisco. Am letzten Tag hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte uns Sonnenschein. So konnte das immer wieder besondere Training am Strand auch noch durchgeführt werden. Zum Abschluss kehrten die Hohenwestedter Aikidokas auf der Rückfahrt in Plön bei einer Pizzeria ein und ließen dieses wieder einmal tolle Samuari Camp ausklingen.
Bericht von Detlef Kirchhof, MTSV Hohenwestedt
In diesem Jahr wurde wieder eine Einheit zu Schlagfertigkeit mit allen Kindern in drei Gruppen, gestaffelt nach Alter, durchgeführt. Sie stand unter dem Titel 'AIKIDO mit dem Mund'. Ziel war es Wege aufzuzeigen, wie man ohne Gesichtsverlust und ohne weitere Eskalation aus Situationen verbaler Angriffe oder Beleidigungen heraus kommen kann. Zweitens, wie man es im Vorwege vermeiden kann in eine Opfer-Rolle zu geraten.
Die Session bestand aus 4 Teilen.
Die Antwort auf einen verbalen Angriff sollte deutlich machen, dass ich nicht getroffen / verletzt bin und sich ein weiterer Angriff deshalb nicht lohnt. Sie sollte den Angreifer wiederum nicht selbst angreifen, beleidigen oder verletzen. Pendant zum AIKIDO: Gegner greift an, ich weiche aus und lasse ihn ins Leere laufen.
Dabei helfen 'drei goldenen Antworten', wenn sie sicher vorgetragen werden.
Sie zeigen, dass mich der Angriff nicht getroffen hat. Sie stellen keine Beleidigung oder einen Angriff des Gegenübers dar. Sie passen so gut wie immer und sind deshalb universell anwendbar. Der Angreifer wird verwirrt, weil er mit dieser Antwort nicht rechnet.
Durchführung
Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen kannte diese Einheit bereits aus dem Vorjahr. Deshalb wollte ich mich nicht unbedingt exakt an das Script halten, sondern ausloten, wo in der jeweiligen Gruppe Schwerpunkte liegen.
Dadurch wurden es drei sehr unterschiedliche Einheiten.
Durchgängig alle Kinder und Jugendliche, egal welchen Alters, haben sich bei der Frage, wer schon einmal Opfer einer verbalen Attacke geworden ist, gemeldet. Damit war bei einigen bereits ein 'Aha-Effekt' eingetreten - ich bin nicht allein, vielen anderen geht es genauso.
In der jüngsten Gruppe war das Bedürfnis von eigenen Erlebnissen zu erzählen ungemein groß. Dabei ging es neben Beleidigungen und dummen Sprüchen auch um körperliche Angriffe. Aus Zeitmangel musste ich dies leider irgendwann abbrechen, um die übrigen Themen zumindest noch kurz ansprechen zu können. Aber auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder neue Wortmeldungen, um von Beispielen aus dem eigenen Leben zu berichten. Es wäre sehr sinnvoll für das nächste Camp eine Möglichkeit für die jüngeren Teilnehmer einzuplanen, wo sie von ihren Sorgen und Nöten berichten können.
Die mittlere Gruppe war deutlich zurückhaltender. Nur wenige mochten von persönlichen Erlebnissen berichten. Sehr viel aktiver wurde die Gruppe bei der Diskussion, wie man auf verbale Angriffe reagieren sollte. Im Vordergrund standen dabei noch schlimmere Beleidigungen als Antwort oder gleich zuschlagen. Es ließ sich jedoch erkennen, dass dies in den meisten Fällen eher Wunschvorstellung als gelebte Praxis war. Vereinzelt war auch ignorieren angewandte Praxis, wobei sich die Jugendlichen danach sehr schlecht gefühlt hatten. Da eine gewisse Gewaltbereitschaft zu erkennen war und das Wort 'Notwehr' fiel, übernahm ich dieses Stichwort und erklärte grob, was Notwehr bedeutet, 'Gefahr von sich oder einem Dritten in angemessener Weise abwehren'. Danach diskutierten wir, was 'von einem Dritten' bedeutet, dass es ausdrücklich erlaubt ist auch Anderen zu helfen. Außerdem besprachen wir, was denn eine angemessene Reaktion ist und was verhältnismäßig bedeutet. Am Ende kamen wir jedoch überein, dass es am sinnvollsten ist jede Form von Gewalt zu vermeiden und zu versuchen Situationen schon im Vorwege zu deeskalieren oder ihnen aus dem Weg zu gehen. Jeder muss aber ggf. auch abwägen und entscheiden, ob es im Einzelfall sinnvoll sein kann ein Risiko einzugehen, um einem Anderen zu helfen und vor Schaden zu bewahren. Es gibt dabei jedoch keine generelle Lösung. Jede Situation muss einzeln beurteilt werden. Reges Interesse fand auch das selbstbewusste Auftreten und positives Denken über sich selbst. Dabei wurde auch diskutiert, ob ein zu selbstbewusstes Auftreten schon wieder provozierend sein kann. Wer häufiger Opfer von Attacken wird, sollte unbedingt Hilfe suchen (Eltern, Vertrauens- oder Klassenlehrer, Klassensprecher usw.). Nach Ende kam ein Mädchen und sagte mir, dass ihr diese Stunde sehr geholfen hätte.
In der ältesten Gruppe gab es keinen, der bereit war von seinen Erlebnissen zu erzählen. Deshalb erzählte ich zum Einstieg von Erlebnissen aus meiner eigenen Jugend. So kamen wir zur Diskussion, warum wir so reagieren wie wir reagieren. Ich erklärte, dass in Stress- oder gefährlichen Situationen das rationale Denken abgeschaltet wird und ein Notfallprogramm abläuft. Letzteres hat sich bei den Urmenschen entwickelt und dafür gesorgt das unsere Spezies überlebt hat. Potentielle Gefahr löst automatisch Fluchtverhalten aus. Wenn Flucht nicht möglich ist, wird auf Angriff umgeschaltet. Sollte ein Angriff aussichtslos sein, folgt 'tot stellen'. Genau so läuft es auch bei einem verbalen Angriff ab. Erste Reaktion ist, 'nur weg' oder am liebsten 'im Boden versinken'. Wenn diese 'Flucht' nicht möglich ist, z.B. räumlich unmöglich, drohender Gesichtverlust (Urmensch: Verlust des Ranges im Clan) oder ein nahestehender 'Anderer' ist auch betroffen (Schutz des Clans), erfolgt der Übergang zum Angriff - verbal oder körperlich. Wenn der Angriff aussichtslos ist, z.B. Gegner ist in der Überzahl oder gewaltbereit, folgt 'tot stellen' - so tun, als hätte ich nichts gehört, Kopf senken, Augen auf den Boden gerichtet, 'abtauchen'. Intensiv wurde diskutiert, welche Beleidigungen besonders hart treffen. Dazu gehören Unzulänglichkeiten, derer man sich ohnehin bewusst ist und die man selbst als störend bei sich empfindet (z.B. Segelohren, rote Haare, dicke Beine...). Es kann durchaus Vorgeschichten geben, z.B. Schulwechsel nach Mobbing, die dazu führen, dass ein dummer Spruch, der gar nicht böse gemeint ist, sehr verletzen kann. Ebenfalls sehr verletzend kann eine Beleidigung sein, wenn sie von einer Person kommt, die man (evtl. heimlich) sehr gern hat oder gar in sie verliebt ist. Auch das Umfeld kann sehr wichtig sein, z.B. Umgangston von Beamten in einer Behörde oder auf einer Baustelle. Es ist deshalb durchaus sinnvoll sich zu überlegen, ob ein vermeintlicher lustiger Spruch für andere evtl. verletzend sein könnte.
Auffällig war, dass eine beträchtliche Zahl von Kindern/Jugendlichen nicht dazu bereit oder nicht in der Lage war, andere im Rollenspiel bewusst zu beleidigen. Wie mir später berichtet wurde, ging es zumindest bei einigen in entsprechenden Situationen sehr wohl. Nach einem Zusammenprall beim Training ging das 'blödes A...loch' dann ganz leicht von den Lippen. Trotzdem gab es bei den Übung des 'Beleidigen und Antwortens' mit wechselnden Partnern viel Spaß und Gelächter. Auch dieses könnte den Schrecken von Beleidigungen und dummen Sprüchen schon etwas genommen haben.
Bericht von Ingo Fassbender, Jugendtrainer AV Wattenbek e.V.
Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Nachtwanderung mit Gruseleinlage durchgeführt.
Wie bei der Lager-Olympiade wurde das jeweils älteste Mädchen- und Jungen-Zelt zwangsverpflichtet. Auch hier gab es keine wesentlichen Widerstände. Es ersparte jedoch die Zeit, um ein freiwilliges Team zusammenzusuchen. Die Personen wären ohnehin weitgehend die gleichen gewesen. Einige Jugendliche wollten jedoch keine aktive Rolle übernehmen, sondern bei den Vorbereitungen (z.B. schminken) helfen oder im Hintergrund unterstützen (z.B. als Beleuchter). Die Rollen waren schnell verteilt. An einem Nachmittag wurde die Strecke abgelaufen und die Positionen zugeordnet. Im Anschluss wurde der 'Fundus' nach brauchbaren Utensilien durchsucht. Es wurde diskutiert, wie die einzelnen Stationen am besten umgesetzt werden könnten und was noch an Material benötigt wurde sowie wo und wie Beleuchter eingesetzt werden könnten/sollten. Fehlendes wurde in einer Liste vermerkt und später gekauft oder von Eltern, die in der Nähe wohnten, zur Verfügung gestellt.
Am Abend der Nachtwanderung ging es dann los. Kreativität und Ideen sprudelten nur so. Mit Nivea und Papiertaschentüchern wurden die Gesichter teilweise vor dem Schminken vollkommen verändert oder entstellt. Auch die eine oder andere Frisur fiel der Rolle zum Opfer. Aber auch dies konnte die Begeisterung nicht bremsen und bis zum Schluss wurde noch am Outfit und der Rolle gefeilt.
Wegen der kurzen Vorbereitungszeit ging es hektisch zu. Trotzdem wurden wahre Meisterwerke geschaffen und der Zeitplan nahezu eingehalten. Dabei blieben die Jugendlichen sehr professionell und halfen sich gegenseitig. Die Luft war von Haarspray geschwängert. Beim Prüfen der Feuerzeuge machten sich einige ernsthaft Sorgen wegen einer potentiellen Explosionsgefahr. Andere machten sich Sorgen, dass es noch zu hell wäre, wenn die ersten Gruppen auf Wanderung gingen.
So wurden in aller Eile 4 Zombis, 2 Hexen, ein Messerstecher plus Opfer, zwei Kidnapper, 2 Betrunkene, 2 Pest-Kranke, der Sensenmann und ein Werwolf zum Leben erweckt. Außerdem gab es noch 2 Wasserspritzer und einen 'Einschleicher', der sich in die Gruppe einschleichen und wieder verschwinden sollte. Die Beleuchter sollten so platziert werden, dass sie die Messer-Attacke und die Zombies kurzzeitig beleuchten konnten.
Fast pünktlich um kurz nach 21.00 Uhr machten sich die Aktiven auf den Weg zum Einsatzort und bereiteten ihre Stationen vor. Wir hatten zuvor darauf geachtet, dass niemand allein an seiner Station warten musste. Entweder waren die Stationen mindestens doppelt besetzt oder es befanden sich andere Stationen in Rufweite.
Währenddessen wurde im Camp die erste von fünf Gruppen gesammelt und auf Wanderschaft geschickt. Die Jüngsten machten den Anfang. Die meisten wussten bereits aus dem Vorjahr, was geschehen würde. Trotzdem war eine gewisse Spannung da. Der erste Schreck erfolgte kurz nach Start der Wanderung, als ein Einweiser unvermittelt aus dem Gebüsch trat, um den rechten Weg zu weisen.
Am Ende hatten die meisten Kinder viel Spaß bei der Nachtwanderung. Der eine oder andere hat sich auch tatsächlich gegruselt oder erschrocken und suchte die rettende Hand eines mitlaufenden Betreuers. Auch Reaktionen, wie plötzliches unechtes Lachen oder das Angreifen der 'Geister', zeigten, dass schon etwas Furcht/Grusel mit im Spiel war. Besonders die Pest-Kranken waren sehr professionell und lösten bei einigen Kindern Angst oder Ekel aus, obwohl die Schauspielerinnen selbst schnell erkannt wurden. Auch der Werwolf war sehr effektiv, weil er so platziert war, dass das niemand mehr mit einer Einlage rechnete. Die jüngste Gruppe nahm die Entführung eines ihrer Betreuer sehr gelassen mit den Worten 'Der kann da ruhig liegen bleiben'. Nach kurzer Ansprache rannten dann doch alle los, um ihren Betreuer wieder zu befreien.
Zufällig war auch die Gruppe eines anderen Zeltlagers auf Wanderung und wurde gleichermaßen von den 'Geistern' heimgesucht.
Nachdem auch die letzte Gruppe das Geistergebiet durchquert hatte, war es Zeit, die 'Geister' wieder einzusammeln und gemeinsam ins Camp zurück zu gehen. Dabei wurden eifrig Erfahrungen ausgetauscht, Erlebnisse diskutiert und bereits Pläne für das nächste Camp geschmiedet. Dabei ließ sich feststellen, dass der eine oder andere über den eigenen Schatten gesprungen und jetzt sehr stolz auf das Geleistete war. Für einige war es ein echtes Erfolgserlebnis. Andere haderten ein wenig damit, dass sie eher lustig als gruselig angekommen waren. Aber der Hinweis, dass der Spaß bei 'Gespenstern' und Wanderern im Vordergrund stehen sollte und sich viele sehr wohl gegruselt hatten, auch wenn sie es nicht direkt gezeigt hatten, sorgte wieder für gute Stimmung. Der Einsatz von Kerzen und besonders Fackeln ist sehr gut angekommen. Dadurch konnte eine unheimliche Atmosphäre erzeugt werden und die toll geschminkten Gesichter kamen besser zur Geltung. Dieses sollte im nächsten Jahr unbedingt beibehalten und ausgebaut werden.
Ohne Ausnahme haben alle Beteiligten sehr viel Spaß bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung gehabt. Und auch von einigen 'Wanderern' kam das Feedback, dass es manchmal gruselig, aber auch lustig war und auf jeden Fall viel Spaß gemacht hat.
Bericht von Ingo Fassbender, Jugendtrainer AV Wattenbek e.V.
Da in diesem Jahr viele Erstteilnehmer am Samurai Camp zu verzeichnen waren und die Anzahl der Kinder mit fast 120 sehr hoch war, wurden bereits in der Vorbereitungsphase drei Entscheidungen getroffen.
Die Gruppeneinteilung wurde zeltweise vorgenommen, weil eine andere Aufteilung im Camp zu aufwendig und chaotisch gewesen wäre. Zudem ergab sich dadurch die Möglichkeit sich innerhalb der Zeltgemeinschaft besser kennenzulernen, etwas über Stärken und Schwächen der Anderen zu erfahren.
Alle Stationen wurden an den Strand verlegt, um Zeit für die sonst teilweisen langen Wege zu den Stationen einzusparen. Dadurch konnte der gesamte Ablauf deutlich gestrafft werden und Staus vor einzelnen Stationen reduziert werden. Allerdings konnte der beliebte 'Hindernislauf' am Strand nicht so umgesetzt werden wie gewohnt.
Statt mit Freiwilligen zu arbeiten, wurden das jeweils älteste Mädchen- und Jungen-Zelt komplett verpflichtet, die Olympiade bzw. Stationen vorzubereiten und durchzuführen. Es waren keinerlei Widerstände erkennbar, alle haben gerne mitgemacht. Proteste gab es von einigen Jugendlichen, die sich im letzten Jahr beteiligt hatten, aber nicht den ältesten Zelten zugeordnet waren. Mit diesen konnten wir das sonst eher knappe Team noch etwas vergrößern.
Ein Katalog mit 14 möglichen Stationen war im Vorfeld erstellt worden und das entsprechende Material weitgehend mit ins Camp transportiert worden. Es stand dem Ausrichtungsteam jedoch frei auch andere Disziplinen durchzuführen, wovon aber kein Gebrauch gemacht wurde. Vielmehr hatten sich die meisten schnell für eine vorgegebene Disziplin entschieden, so dass 11 Stationen besetzt werden konnten.
Die Stationen waren überwiegend auf Teamwork ausgelegt. Bei einigen waren jedoch auch gute Einzelleistungen gefragt (z.B. Boccia, Hindernislauf).
Um die jüngeren Teilnehmer nicht zu benachteiligen, gab es bei einigen Disziplinen Erleichterungen, wie verkürzte Distanzen oder einfachere Sätze (Stille Post). Auch der unterschiedlichen Gruppengröße wurde Rechnung getragen. Bei einigen Disziplinen wurde der Quotient aus Leistung und Gruppenstärke bewertet.
Im Vergleich zum letzten Jahr gab es sechs neue und wieder reaktivierte Disziplinen. Dazu gehörten Stelzenlauf, Berufe raten, Bälle mit Kellen fangen, Gedicht erstellen, wenig Körperteile am Boden und Stille Post.
Alle Mannschaften waren hoch motiviert und zeigten vollen Einsatz. Wenn es sein musste, waren sie hochkonzentriert. Elf Aufgaben waren zu absolvieren.
Das 'Wasserschöpfen' erforderte Ausdauer und Kreativität, da keine Hilfsmittel, wie z.B. Becher, zur Verfügung gestellt wurden. Obwohl es teilweise kühl und windig war, kamen neben Händen und Mund auch wieder T-Shirts, Schuhe, Handtücher und allerlei andere Möglichkeiten zum Einsatz, um den Eimer mit Meerwasser zu füllen. Je nach Mut und Kreativität wurden so zwischen 0,5 und 20 Liter Wasser in den Eimer transportiert.
Sandburg bauen hing hauptsächlich von der Ausdauer ab. Es stellte sich heraus, dass kleinere Gruppen nicht wirklich im Nachteil waren, da größere Gruppen sich teilweise gegenseitig im Weg standen. Philosophisch war die Frage, ob zwischenzeitliches befeuchten mit Wasser einen Vorteil bringt. Anhand der Ergebnisse, die alle sehr eng beieinander lagen, ließ sich diese Frage nicht eindeutig klären.
Beim 'Bälle mit Kelle fangen' gab es zwei Fänger, die mit Küchensieben ausgerüstet wurden. Der Rest der Gruppe musste zwölf Bälle zuwerfen, welche die Fänger zu fangen versuchten. Nach dem letzten Ball durften die Bälle wieder eingesammelt und erneut geworfen werden. Ausschlaggebend waren also Schnelligkeit, Wurf- und Fangsicherheit. Die Variante, alle Bälle gleichzeitig zu werfen, wurde zumeist schnell durch einzelnes Zuwerfen ersetzt.
Beim 'Berufe raten' mussten Berufe pantomimisch dargestellt und von der Gruppe erraten werden. Schauspielerisches Talent war hier genauso gefragt, wie der Mut, sich vor den Anderen zu produzieren. Auf beiden Seiten waren die Leistungen verblüffend gut.
Stelzenlaufen ist an sich schon nicht einfach, am Strand jedoch eine echte Herausforderung. Deshalb war auch eine Hilfestellung erlaubt. Eine gute Koordination von Läufer und seinen 2-3 Helfern war hier der Schlüssel zum Erfolg. Obwohl es teilweise sehr abenteuerlich aussah, was sich abspielte, waren die Leistungen der Gruppen recht ausgeglichen.
Ein Gedicht in 4 Minuten zu reimen, das die Wörter AIKIDO, Samurai, Wasser und Sonne enthalten musste, war keine leichte Aufgabe. Entsprechend hochkonzentriert wurde in den Gruppen gedichtet. Die Ergebnisse konnten sich sehen bzw. hören lassen. Von ernst über schön bis lustig war alles dabei. Die Bewertung erfolgte im Anschluss durch eine unabhängige Jury, ohne zu wissen von welcher Gruppe die jeweiligen Gedichte stammten.
So wenig Körperteile wie möglich am Boden zu haben, erforderte Planung, Koordination und auch Mut. Während einige Gruppen einfach versuchten, überlegten andere genau, wie es zu bewerkstelligen wäre. Bei der Bewertung wurde die Gruppenstärke berücksichtigt. Die Ergebnisse gingen sehr weit auseinander von 0,5 bis fast 2 Körperteile pro Person. Die Gruppengröße schien dabei unwesentlich zu sein. Die besten Ergebnisse erzielten überwiegend die Gruppen mit mittlerer Stärke.
Stille Post war neu im Programm. Für die Jüngeren wurden leichtere Sätze ausgewählt. Zu Beginn waren die Teilnehmer etwas überrumpelt von der Länge der Sätze. Nachdem sich der erste jedoch ein Herz gefasst hatte, klappte es ganz gut. Teilweise wurden sehr gute Ergebnisse erzielt.
Beim Boccia kam es auf Geschicklichkeit und Technik an. Gerade die Jüngeren konnten hier sehr gute Ergebnisse erzielen.
Der Hindernis-Parcours musste etwas umgestellt werden, da am Strand die Bäume zur Befestigung fehlten. Mit Pflöcken, Seilen und Spanngummis wurde jedoch eine ähnlich interessante Konstruktion aufgebaut. Hindernisse mussten übersprungen, unterkrabbelt oder vorsichtig in halber Höhe überwunden werden. Hinzu kam ein Slalom als Endspurt. Dabei hatten die Kleineren einen leichten Vorteil, weil sie sich besser durch die Lücken zwängen und unter den Hindernissen hindurch konnten. Diesen Vorteil spielten die Jüngsten geschickt aus und belegten Platz 1 und 2. Soweit ich erkennen konnte, wurde keine andere Disziplin mit soviel Eifer und Anfeuerung absolviert.
Bei der 'blinden Kuh' wurde die Gruppe mit verbundenen Augen von einem Führer am Ende der Schlange durch einen Parcours geführt. Vertrauen, Synchronisation, Kenntnis von links und rechts sowie die Auswahl des richtigen Führers waren hier die ausschlaggebenden Elemente. Einige Gruppen hatten deutliche Probleme mit links/rechts. Ein Gruppenführer versuchte die Gruppe mit Handzeichen und 'da lang' Rufen zu steuern. Dabei waren es durchaus nicht die Jüngsten, die die größten Probleme hatten. So war bei den Ergebnissen auch eine breite Streuung festzustellen, von 2 bis 13 absolvierten Runden.
Alle teilnehmenden Gruppen waren motiviert und leistungsbereit. Einige Gruppen agierten als gut funktionierende Zweckgemeinschaft ten. Andere waren eingeschworene Teams, die sich gegenseitig angefeuert und Mut zugesprochen haben. Ein Team war anfangs etwas lustlos und hatte sich prompt nach kurzer Zeit 'verlaufen' und zu einer Pause niedergelegt. Aber nachdem die Gruppe wieder in den normalen Ablauf integriert wurde, keimte doch Ehrgeiz auf. Mit einem sehr engagierten Endspurt schaffte es die Gruppe noch in die Medaillen-Ränge, obwohl sie die letzten drei Disziplinen allein bestreiten musste (die übrigen Gruppen waren bereits fertig).
Insgesamt waren die Gesamtleistungen der Gruppen relativ ausgeglichen. Nur ein Zelt mit Mädchen mittleren Alters stellte einen Ausreißer nach unten dar und wurde abgeschlagen letzter. Dafür wurde eine anderes Mädchen-Zelt Olympia-Sieger, wobei dies nicht die ältesten teilnehmenden Mädchen waren. Auch diverse Einzeldisziplinen wurden von Mädchen-Gruppen gewonnen. Die jüngsten Teilnehmer belegten insgesamt gute Plätze im Mittelfeld, konnten sich mehrmals unter den besten Drei platzieren und wurden an keiner Station letzter. Sowohl die Mädchen als auch Jungen konnten sogar jeweils eine Disziplin gewinnen. Insofern war keine signifikante Benachteilung durch Geschlecht oder Alter erkennbar. Körperliche Nachteile der jüngsten Teilnehmer wurden teilweise durch Erleichterungen ausgeglichen. In Punkto Erfahrung und schnellem Zusammenraufen haben die älteren Teilnehmer aber schon einen erkennbaren Vorteil, der nicht auszugleichen war. Deshalb kamen die Jüngsten in den vergangenen Jahren, bei teilweise sehr guten Einzelergebnissen, kaum über einen guten Mittelfeld-Platz hinaus. Dies gehört jedoch, denke ich, mit zum Prozess des Heranwachsens. Erfahrungen sammeln und umsetzten, um sich von Jahr zu Jahr weiter zu steigern. Letztendlich zählte der olympische Gedanke und alle hatten viel Spaß. Zumindest kam bei mir ausschließlich positives Feedback an.
Auch die Jugendlichen, die mit der Durchführung der Stationen betraut waren, zeigten sich sehr engagiert und innovativ. Beim Aufbau der Stationen waren sie sehr kreativ und brachten häufig eine persönliche Note mit ein. An keiner Station kam es zu ernsthaften Problemen. Bis zum Schluss betrieben sie ihre Station konzentriert und motiviert.
Zusammenfassung
Aus meiner Sicht ist Olympiade sehr erfolgreich verlaufen. Sowohl die Stationsleiter als auch die teilnehmenden Gruppen haben sich sehr motiviert, engagiert und professionell verhalten. Soweit ich erkennen konnte, hatten alle sehr viel Spaß.
Die Verlagerung aller Disziplinen an den Strand hat sich als vorteilhaft erwiesen. Die Stationsleiter waren dicht beieinander, was sehr positiv aufgenommen wurde. Teilnehmer und Stationsleiter konnten zwischenzeitlich bei anderen Gruppen zugucken und die Olympiade deshalb viel intensiver erleben. Die Kommunikationswege waren sehr kurz. Ein vergessener Zollstock oder verlorener Kugelschreiber konnten unmittelbar organisiert werden. Beim Aufbau der Stationen war es möglich sich gegenseitig zu helfen. Auch für das verbliebene Publikum und foto-technisch war es von Vorteil alle Stationen in relativer Nähe zu haben. Der Zeitrahmen konnte relativ gut eingehalten werden. Bei Staus konnte schnell ein Bypass organisiert werden. Verloren gegangene Gruppen konnten schnell ausfindig gemacht und wieder eingegliedert werden.
Bericht von Ingo Fassbender, Jugendtrainer AV Wattenbek e.V.
Von Kindern für Kinder
Unter diesem Motto fand am 12. und 13. Mai 2012 der zweite Kinder- und Jugendlehrgang in Grömitz statt. Samantha Adolph (12 J.) und Janis Lutterkordt (16 J.), die beiden Organisatorinnen des Lehrgangs, nahmen dieses Motto sehr ernst und es wäre ihnen anfangs wohl am liebsten gewesen, wenn die Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren völlig unter sich hätten bleiben können. Nur der Lehrer den sie sich ausgesucht hatten, Thomas Clausen (1. Dan), sollte als einzige erwachsene Ausnahme "geduldet" sein.
Mit der Erstellung der Ausschreibung legten Sammy und Janis bereits im letzten Jahr die erste grobe Planung fest: Es sollte ein Zweitageslehrgang mit Übernachtung auf der Matte werden, zwei 90 Minuten Einheiten am Samstag und einer 2 Stundeneinheit am Sonntagmorgen. Auch die Lehrgangsinhalte gaben sie vor: eine kurze Jo Kata, Suburis und Verteidigungen gegen Messerangriffe. Als Abendprogramm überlegten sie verschiedene Spiele vorzubereiten.
Lilo Schümann schrieb Anfang des Jahres diesen Lehrgang als offiziellen Jugendlehrgang des AVSH aus. Nun hieß es warten und die Freude war groß, als die ersten Anmeldungen eintrudelten. Dann stieg die Liste der Anmeldungen am Ende der Ausschreibungsfrist sprunghaft auf 55 an und den beiden jungen Organisatoren wurde schlagartig das ganze Ausmaß der Vorbereitungen für einen Zweitageslehrgang inclusive Übernachtung auf der Matte bewusst. Erschwerend kam hinzu, dass sich Janis in den Prüfungsvorbereitungen für ihren Schulabschluss befand. Nun, kurz gesagt: Ganz ohne Erwachsene ging's dann doch nicht (schon allein wegen der Beaufsichtigung ) und letztendlich waren Sammy und Janis wohl auch froh darüber, dass sich noch ein paar Erwachsene helfend an der Organisation und Durchführung beteiligten.
Mit großem Hallo und Umarmungen wurden die Ankömmlinge am Samstagmittag begrüßt, denn die meisten Teilnehmer kannten sich bereits aus dem jährlich stattfindenden Samurai Camp oder von anderen Jugendlehrgängen. Aus viele Teilen Schleswig Holsteins, Hamburg und Niedersachsen waren sie angereist, teilweise von Eltern gebracht worden oder begleitet von ihrem Trainer: Christian Kaldun war mit seinen Schülern per Zug aus Clausthal-Zellerfeld als Betreuer mitgekommen, Detlef Kirchhoff aus Hohenwestedt reiste wieder mit einem Bulli voller Jugendlicher an. Es ging zu wie in einem Bienenkorb und die Zeit zwischen Anreise und Lehrgangsbeginn hätte für Einige sicher noch länger ausfallen können, es waren bei weitem noch nicht alle Gespräche zu Ende geführt worden.
Vom ersten Lehrgangstag kann ich fast nur aus Erzählungen berichten, denn an diesem Tag habe ich in geselliger Runde in der Küche geschnibbelt, gewerkelt und abgewaschen. Sehr lustig soll es gewesen sein, so berichteten mir meine Kinder, und das obwohl sie eigentlich Thomas und seine Art aus dem normalen Training sehr gut kennen. Zwischendurch konnte ich auch einen Blick auf das Geschehen werfen, man spielte das Bierdeckelspiel, zog sich an imaginären Seilen hoch, putzte nicht vorhandene Scheiben und versuchte sitzend Golfbälle zu fangen, die ein dahinter stehender Partner vor einem fallen ließ. Mit dem Tanto übten sie kurze schnelle Entwaffnungen, Formen von Kote-gaeshi, Kote-hineri, Sumi-otoshi und Ude-garami. Sehr gut kam auch Thomas "Steckenpferd" an: einhaken und umlenken per eigener Körperdrehung. In der Pause sah man einige Ungeduldige, die dies auf der Matte weiter probierten, während andere ausgiebig alte Bekanntschaften auffrischten oder pflegten. Die Mengen an Kuchen, Waffel, Keksen, Brezel und Obst die in dieser Pause vertilgt wurden, machten das Küchenteam wirklich sprachlos. Aber wir waren gut vorbereitet und gerüstet fürs Abendessen: das schaffen die nicht!
Nach der Pause übte Thomas mit den Kindern und Jugendlichen weiter eine kleine 7ner Stockkata ein, die er für die Kindergruppe zusammengestellt hatte. Es erstaunt mich immer wieder, wie begeistert auch die kleinsten Kinder auf solche Übungen mit Waffen reagieren, denn es erfordert ja doch ein hohes Maß an Beobachtung und Konzentration, um diese schwierigen Bewegungsabläufe nachmachen zu können. Aber auch wenn es noch nicht so ganz klappt, sind sie unglaublich stolz auf das Erlernte.
Der Wettergott hatte Erbarmen und das Grillen fürs Abendessen fand unter trockenen Bedingungen statt. Auch für Vegetarier oder Nicht-so-gerne-Fleischesser gab es reichlich Auswahl. Und! Das Küchen- und Grillteam hat ihr Ziel erreicht und gesiegt: Die hungrige Meute hatte es bei weitem nicht geschafft, das Buffet leer zu räumen.
Für den Abend hatten Sammy und Janis verschiedene Spiele vorbereitet. Dazu teilten sie die Kinder und Jugendlichen in 6er Gruppen auf, wobei darauf geachtet wurde, dass sich Jüngere und Ältere in allen Gruppen gleichmäßig verteilten. An verschiedenen Stationen sammelte jede Gruppe Punkte beim Erbsentransport, Teebeutelwerfen, Becherschießen, Becherpusten und bei der Pantomime. Zum Abschluss erhielt jeder Mitspieler zur Belohnung ein kleines Geschenk, die ein Lübecker Aikidokollege für den Lehrgang gespendet hatte (Danke Peter !!!)
Um 23 Uhr wurde das Licht gelöscht, nur eine große Taschenlampe erleuchtete die Decke der Gildehalle wie ein riesiger Mond und darum herum spielten viele kleine Lichtpunkte von Taschenlampen (die es unter anderem als Preise beim Spielen gegeben hatte) fangen und flitzten wie Sternschnuppen am Himmel umher. Romantisch!
Als ich früh am nächsten Morgen wieder in die Halle kam, saß man schon beim Frühstück zusammen und ich erwartete in lauter übernächtigte Gesichter zu sehen. Aber nein! Sie waren ausgeschlafen! Die Nacht soll überraschend sehr ruhig verlaufen sein. Langsam kamen auch diejenigen dazu, die nicht auf der Matte übernachtet hatten und um 10 Uhr begann die letzte Einheit des Lehrgangs mit Aufwärmübungen, Rollen mit dem Jo und einer kurzen Wiederholung der Jo-Kata vom Vortag. Es gab noch einen offenen Punkt im Lehrstoff des Lehrgangs: die Bokken-Suburis. Wer keinen eigenen Bokken besaß, verwendete die kurzen Stöcke, die Thomas für die Kleinsten mitgebracht hatte. Die drei einfachen Suburis, die Thomas ausgesucht hatte, führten nach einer kurzen Einweisung wie man das Bokken überhaupt hält, zu einem recht guten Erfolg. Zum Schluss übte Thomas mit den Schülern verschiedene kurze Befreiungen aus Griffen zur Schulter oder zur Hand und Abwehrmöglichkeiten gegen Schubsen oder Schlag zum Bauch.
Ich hoffe, den Kinder und Jugendlichen hat der Lehrgang gefallen und sie treffen sich zu ähnlichen Veranstaltungen oder im Samurai-Camp wieder. Ich freue mich über jeden Jugendlichen, der, entgegen des momentan so populären Trends "Chillen und Abhängen", für sich eine andere Freizeitgestaltung in Form einer gemeinschaftlichen Aktivität findet. Daher halte ich solche Veranstaltungen für wichtig und möchte an dieser Stelle den Betreuern Christian und Detlef und anderen beteiligten Erwachsenen sagen: Es ist schön, dass es Menschen gibt, die ihre Freizeit opfern, um Kindern und Jugendlichen solche Aktivitäten zu ermöglichen! Es lohnt sich, wie man sehen konnte, denn: Sehr rührend bei diesem Lehrgang empfand ich, wie sich die Größeren um die Kleinsten gekümmert haben. Sogar unser äußerst schüchternes Nesthäkchen Ava hatte am zweiten Tag große Freude daran, nach jeder Übung auf neue Partnersuche zu gehen.
Zu guter Letzt möchte ich noch ein anerkennendes Lob für das gute Gelingen des Lehrgangs an Sammy und Janis und selbstverständlich auch an Thomas richten.
Bericht von Anne Strack, TSV Grömitz
Teilnehmer/-innen aus ganz NRW waren am 05. Mai angereist um gemeinsam zu trainieren. Die weiteste Anreise hatten die Schülerinnen von Meister Detlef Kirchhof. Er brach in aller Frühe um 5.00 Uhr in Hohenwestedt mit ihnen zusammen auf. Die Fahrt wurde durch 7 maliges Umsteigen nicht langweilig. Gut gelaunt wurden sie am Bahnhof in Werl vom Vereinsbulli zur Halle gebracht. Nach einer Stärkung italienischer Art und etwas Ruhe, ging es um 15.00 Uhr endlich los.
Die angereisten Kiju´s und ihre Betreuer hatten alle Hände voll zu regeln bis dann endlich alle auf der Matte standen. Es war ein sehr eindruckvolles Bild als dort 84 Aktive im großen U vor dem Meister standen. Nach der traditionellen Begrüßung folgten einige offizielle Worte, Lehrgangsleiter Frank Steinmann hieß alle recht herzlich Willkommen.
Anschließend wurde es allen ziemlich schnell warm. Detlef zeigte wie das ukemi anzuwenden ist. Der Abschluss dessen war der freie Fall - für die jüngsten 6 Jahre alt noch als kleiner Handstand ausgeführt, war es eine echte Herausforderung. Techniken aus dem rückwärtigem Angriff verlangten den Aktiven sowie den helfenden Händen auf der Matte alles ab.
Ein schönes Abschlussspiel rundete den Nachmittag ab. Nach einer Erfrischung begann das Frühabend Programm. Später wurde die kleinen Halle zum Kino. Kung Fu Panda und Madagaskar 2 begeisterten die Kinder. Wie auch im letzten Jahr durfte der Grill nicht fehlen. Würstchen und Spanferkel mit leckeren Salaten ließen sich alle gerne schmecken. Um 24.00 Uhr war dann Ruhe in der großen Halle.
Morgens um 7.00 Uhr erwachte das Leben. Die müden Geister wurden ganz schnell mit Musik zum Leben erweckt. Die Aufwärmung erfolgte ganz ungewohnt nach schnellen Beats. Im Zeichen des Hebels ist dann allen schnell klar geworden, dass es weiter geht. Das Sonne und Mond Spiel mit einer selbst gedichteten Geschichte von Detlef hat den Trainingsmorgen abgeschlossen.
Wir bedankten uns sehr herzlich mit einigen Leckereien aus der Region. NRW lässt Grüßen. Nochmals ganz lieben Dank an Detlef und seine "Mädels". Alle die am Gelingen einer solch großen Veranstaltung beteiligt waren gilt hier ein dickes DANKE.
Liebe Grüße, Frank
Bericht von Frank Steinmann, Lehrgangsleiter
"Trittabwehr"
Jugendregionaltraining mit Meister Martin Bunk (1.Dan)
Das zweiten JRT dieses Jahres stand ganz im Zeichen der Trittabwehr. Mehr als 40 Jugendliche aus fünf hessischen Vereinen wollten sich das nicht entgehen lassen.
Auch das strahlend schöne Wetter konnte den Trainingseifer nicht mindern, denn Aikido gegen Tritte ist eine Seltenheit aber kein Hexenwerk, wie Martin Bunk bewies.
So zeigte er den Jugendlichen, dass man mit denselben vier Schritten einen Ude Osae (Tenkan), einen Irimi Nage oder einen Kiri Otoshi gegen Mae Geri (gerader Tritt von vorne) ausführen kann.
Egal welche Angriffe einem begegnen, wenn sie aus derselben Richtung kommen, kann man sie auf dieselbe Weise abwehren. Neben diesem Grundsatz betonte Martin Bunk besonders die Wichtigkeit der Fallschule, denn nur wer die Ukemi Waza gut beherrscht, kann auch aus ungewohnten Positionen problemlos fallen.
Am Ende des Trainings wurde zur großen Freude aller noch fünf Minuten gespielt bevor es das verdiente Essen bei einer namhaften Fast Foot Kette gab.
Bericht von Melanie Schnell, Samurai Raunheim
Also bei mir ist da noch nie was passiert
Nun, dass es für alles das erste Mal gibt, ist ja hinreichend bekannt. Und getreu dem Motto, dass man niemals auslernt, fand in diesem Jahr wieder ein Jugendleiterworkshop statt. Ausrichter dieses Events für Kinder- und JugendtainerInnen ist der Bundesjugendvorstand des DAB.
Als Lehrgangsort wurde in diesem Jahr Goslar gewählt. Nicht nur wegen seines wirklichen schönen Dojos, sondern vor allem auch wegen der zentralen Lage in Deutschland. Diesem Umstand ist es wohl auch zu verdanken, dass in diesem Jahr interessierte TrainerInnen aus insgesamt acht Bundesländern teilnahmen. Große Anerkennung an dieser Stelle aber dennoch an alle TeilnehmerInnen, die für den Workshop hunderte Kilometer in Angriff nahmen, ob aus Südbayern, also fast schon Österreich, dem Ruhrgebiet, dem fernen Osten oder hohen Norden.
Nach Ankunft aller Trainingswütigen startete der Workshop mit Spielen für den Trainingsalltag. Patrick David, Bundesjugendreferent und Fachmann für alle Arten von Spielen, demonstrierte mit viel Spaß und Einsatz, dass allein mit dem Aikido-Gürtel mehr Spiele möglich sind als ein Training lang ist. So dauerte es auch nicht lange bis der Spieltrieb alle angesteckt hatte, auch wenn dabei zwei Gürtel ihre volle Länge einbüßen mussten. Da half Patricks Beteuerung, dass ihm sowas noch nie passiert sein, wenig. Doch mit großer Freude verfolgten alle seine Anleitungen für Spiele mit dem Gürtel, beim Gürtelklauen von anderen oder auch dem Lösen aller in den Gürtel gekommenen Knoten. Nicht mal mit der Bemerkung: "Also ernsthaft verletzt hat sich dabei noch keiner, aber Tränen gab es schon!", konnten die Stimmung der Teilnahmebereitschaft kippen. Denn es hat sich wieder einmal bestätigt, dass Erwachsene doch nur große Kinder sind und für jedes Spiel zu begeistern sind!
Es folgte zur Beruhigung der Gemüter noch eine Einheit Taigi, also selbstgebaute Kata-Formen. Das Ziel, dass alle gleichzeitig die Kata laufen, erwies sich doch zuerst als schier unlösbare Aufgabe. Doch mit Ruhe und Konzentration konnte auch die anfänglichen Trödler und Überflieger auf das gemeinsame Tempo gebracht werden. Danach hatten sich auch alle ihr Essen reichlich verdient. Gegessen wurde auswärts in der Goslarer Innenstadt, die nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell viel zu bieten hat. Auch wenn das geplante Sightseeing durch den knappen Zeitplan doch mehr an einen Städtetrip aus einem durchfahrenden ICE erinnerte.
Nach einem sehr leckeren Abendessen ging es noch einmal auf die Matte, wenn auch nicht zum Training sondern für die Theorie. Regine Häfner, ebenfalls Mitglied des Jugendvorstandes, referierte über das wichtige Thema der sexuellen Gewalt und den Präventionsmöglichkeiten. Durch die hohe Brisanz wunderte es auch nicht, dass sich noch lange Diskussionen anschlossen. Doch genau durch diesen Austausch lebt so ein Jugendleiterworkshop.
Die Nacht war wie meistens auf Lehrgängen für viele zu kurz, doch wach wurden sie alle wieder. Mit dem Frühstück noch im Bauch erklärte Lilo Schümann, Jugendleiterin des AVSH und Vorstandsmitglied, die Besonderheiten im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern. Und zum noch besseren Verständnis schloss sich hieran auch gleich eine praktische Umsetzung in Form einer Aufwärmeinheit mit vielen Spielen und kleinen Übungen an. Spätestens hiernach waren dann auch die letzten wieder frisch und munter. Mit einigen besonderen Trainingsformen wie dem Training mit geschlossenen Augen und dem Schweigegebot für alle endete auch schon wieder ein erfolgreicher Workshop.
Neu war diesmal, dass auch die InhaberInnen der allgemeinen Übungsleiterlizenz C Breitensport ihre Lizenz mit 12 Einheiten dieses Workshops verlängern konnten. Diese Einheiten wurden ebenso vom Bundesreferenten Lehrwesen für die Verlängerung der Fachübungsleiter- sowie Trainerlizenz C Aikido anerkannt.
Auch in zukünftigen Jugendleiterworkshops wird eine Anerkennung des Workshops zur Lizenzverlängerung eine Rolle spielen, denn den TeilnehmerInnen wurde neben reichlich Spaß auch viel Wissen zum Training mit Kindern und Jugendlichen angeboten.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank und ein großes Lob an alle JugendleiterInnen vom Workshop! Es hat wirklich viel Spaß gemacht mit Euch dieses Wochenende zu verleben.
Der Bundesjugendvorstand freut sich schon auf den nächsten Jugendleiterworkshop und wieder viele interessierte TeilnehmerInnen!
Bericht von Jan Böttner, Mitglied des Bundesjugendvorstandes
"Shomen-tsuki"
So lautete das Motto des ersten Jugendregionaltrainings im neuen Jahr, bei dem sich alles um den Schlag zum Bauch drehte.
Trotz wunderschönem Winterwetter und eisigen Temperaturen wollten sich die Aikido-Kids das Training nicht entgehen lassen. Das hatte auch seinen guten Grund, denn diesmal wurde der Lehrgang von Anette Keim 1.Dan Aikido aus Walldorf geleitet.
Bevor es nach einem Aufwärmspiel mit den eigentlich Techniken los ging, stellte Anette aber die Frage, wie man denn überhaupt richtig angreift? Und so wurde zur Begeisterung erst mal in Kleingruppen der Faustschlag auf ein SackKissen geübt. Das war echt super Anette !! :)
Doch nun wurde es ernst und unsere Trainerin begann schon gleich mal mit einem sogenannten Kokyu, einer Technik für den schwarzen Gürtel. Danach folgten bekannte Übungen aus dem Kindertraining und anschließen kam sogar das Tanto zum Einsatz !!!
Anette wies die Kinder eindeutig darauf hin, dass das Messer eine gefährlich Waffe ist und man am besten in solch einer Situation sofort Hilfe suchen und der direkten Konfrontation aus dem Weg gehen sollte.
Die Zeit verging wie im Flug und nach einem kurzen Randori zum Schluss, indem die Kinder noch einmal die Möglichkeit hatten das Gelernt verinnerlichen zu können, war es auch schon wieder vorbei. Zum Schluss gab es noch ein dickes Lob von Anette, die von der Motivation und der Disziplin aller Teilnehmer begeistert war.
Danke Anette für das tolle Training :)
Bericht von René Fritz, TGS Walldorf
Ihr wart auf einem Lehrgang und möchtet davon erzählen? Schickt uns euren Bericht, gerne mit Fotos!
⇒ Bericht einsenden
Viele Links führen auf externe Seiten! Wenn ihr feststellen solltet, dass ein Link nicht mehr funktioniert, dann schreibt uns eine Mail!
⇒ Mail an uns schicken
Weitere Dokumente (Elternerklärungen, Anmeldeformulare, etc.) befinden sich im Lehrgangsplan.