Hier findet ihr Berichte von vergangenen Lehrgängen und Trainings.
Ein Reise in den Norden
Der Herbst steht eindeutig vor der Tür, die Tage werden kürzer und man muss sich schon warm anziehen. Doch während jeder noch schnell in den Süden reist um vielleicht dort noch einige Sonnenstrahlen zu erhaschen, machte ich mich am ersten Novemberwochenende auf den Weg in den hohen Norden. Angekommen in Hohenwestedt erwartete mich ein Lehrgang für Kinder und Jugendliche, also Spaß, Spannung und Freude für ein ganzes Wochenende.
Ausrichter und zugleich Lehrer war Detlef Kirchhof, 1. Dan, welcher nicht nur selbst seine Kinder- und Jugendgruppen betreut, sondern auch vom Samurai Camp und anderen Lehrgängen bereits bekannt und beliebt ist. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass knapp fünfzig Teilnehmer auf der Matte standen als die erste Einheit losgehen sollte. Zuvor hatten die Kids bereits reichlich Gelegenheit mit allerlei Bällen, Springseilen oder auch ohne Sportgeräte die Halle auf Spielfestigkeit zu prüfen. Diesen Gedanken aufnehmend starte auch Detlef mit einem spielerischen Einstieg in den Lehrgang und hatte damit sofort alle motiviert und auf das Training eingestimmt.
Technisch stand der Lehrgang unter dem Motto 'Aikido und der sanfte Weg', eine echte Herausforderung. Doch obwohl Detlef als großer Freund von Bewegung und Dynamik bekannt ist, brachte ihn das Thema in keinerlei Schwierigkeiten. Wir begannen mit Angriffen ohne fassen, also lief die Führung allein über die Schwerthand der aufgelegten Hände. Für viele sehr ungewohnt, allerdings spornt das bekanntlich umso mehr an. Selbst die jüngsten trainierten ruhig vor sich hin, bis plötzlich schon wieder das Abgrüßen anstand. Verstärkt wurde die Verwirrung auch durch die Hallenuhr, welche noch auf Sommerzeit lief, aber niemand schaut ernsthaft auf eine Uhr, wenn das Training so einen Spaß macht! Nach dem Training konnte sich jeder an einem reichhaltigen Buffet, welches Detlef mit einigen Eltern organisiert hatte, stärken. Die Zeit bis zur zweiten Einheit wurde auch gleich genutzt, zum Spielen, Toben oder zum Quatschen mit alten und neuen Freunden. Egal wohin man schaute, überall waren die angereisten Teilnehmer voller Freude dabei und lebten den Lehrgang von der ersten Minute an!
Es folgte eine zweite Einheit auf der Matte, welche mit Yoga begann. Lilo Schümann, Jugendleiterin Schleswig-Holstein, wollte sich den Lehrgang ebenfalls nicht entgehen lassen und zeigte als Blick über den Tellerrand einiges vom 'Yoga der Aufmerksamkeit'. Es war wirklich spannend zu sehen wie man ohne viel Bewegung seine Muskeln belastet und wieder entspannt, sich der Nebenmann bei der nächsten Übung verknotet und man gleichzeitig auch noch richtig atmen soll. Da wurde schon viel an Gedankenleistung abverlangt, aber es hat großen Spaß gemacht und zeigte mal wieder, was man noch so alles neben dem Aikido machen kann.
Im anschließenden Training zeigte Detlef, begleitet und eingeleitet durch Spiele, Techniken bei rückwärtigen Angriffen. Auch diesmal wieder ohne Kraft und in sanften, fließenden Bewegungen. So nimmt jeder auch wieder viel mit ins eigene Dojo, nachdem man das mit dem Drehen erstmal umgesetzt hatte. Aber bald wirbelte jeder über die Matte und ließ seinen Uke um sich selbst laufen. Schnell verging auch diese Einheit, wobei sich zum Ende hin auch der erste Hunger breit machte. Daher ging es nach dem Training ins Vereinsheim, wo bereits die Lasagne auf uns wartete. Begierig stürzten sich alle auf das Essen und füllte die Energiereserven wieder restlos auf. Dabei wurde geschwatzt und gelacht, bis auch der letzte satt war. Es folgte der bekannte Lehrgangswahnsinn mit Matten zum Schlafen reservieren, bequeme Klamotten an, laufen, raufen oder gechillt in der Ecke liegen. Es war wie immer alles vertreten. Dabei kommt einem auch immer gar nicht in den Sinn, dass die Kids bereits Stunden auf der Matte verbracht haben. Sie jagen bis zum späten Abend noch voller Elan durch die Halle, warum ich mich da aber auch immer mitten unter Ihnen finde, ist mir jedes Mal ein Rätsel.
Irgendwann wurde es allerdings auch ruhiger in der Halle, denn der nächste Tag sollte möglichst nach etwas Schlaf begonnen werden. Trotz der großen Halle und den vielen Kindern und Jugendlichen konnte doch jeder die Augen schließen und dann den nächsten Morgen mehr oder weniger ausgeschlafen beginnen. Die Plünderung des morgendlichen Buffets fand auch wieder im Sportlerheim statt, danach war auch das letzte verschlafene Gesicht wieder munter.
Den Abschluss bildete das Training am Sonntag, wobei sich Detlef dem schrägen Schlag widmete. Allerdings zeigte er ein alternatives Ausweichen und brachte alle anwesenden Aikidoka mal wieder ins Grübeln und Überlegen. Doch auch diese Aufgabe meisterten die Kinder und Jugendlichen, zeigten all ihr Können und waren begeistert von den neuen Formen. So verging das letzte Training und der Lehrgang war schon wieder vorbei. Schnell wurden die Matten wieder abgebaut, die Umkleiden leerten sich und es hieß Abschied nehmen. Doch bin ich mir sicher, dass es kein Abschied auf Dauer ist, denn der nächste Lehrgang ruft bestimmt bald wieder alle auf die Matte.
Detlef hat einen harmonischen, spaßigen und spannenden Lehrgang auf die Beine gestellt! Danke möchte ich auch seinem Organisationsteam bestehend aus Sarah, Fenja und Lena, die ihn tatkräftig unterstützt haben! Meine Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Bericht von Jan Böttner, Bundesjugendreferent Aikido des Deutschen Aikido-Bundes e.V.
Erstmalig in der Geschichte NRW fand in Werl ein Bundesjugendlehrgang für den jungen Nachwuchs statt. Als Lehrer konnten wir Jarek Pierchala (3. Dan) gewinnen. Insgesamt 60 Kinder saßen gespannt auf 190 m² Matten. Der jüngste, Emil 4 Jahre; vom TUS Hemmerde mitten unter ihnen. Sowohl die Teilnehmer der Aikido- Abteilung aus Bad Bramstedt, mit der weitesten Anreise, als auch alle anderen Kinder freuten sich auf das Lehrgangswochenende.
Nach dem Angrüßen ging es auch gleich lustig los. Die Betreuer spielten an den verschiedenen Stationen eine wichtige Rolle. Bei insgesamt 8 Stationen mit verschiedenen Übungen, wie Hulla hupp, Seilspringen, Bälle werfen und einiges mehr, startete das Aufwärmtraining.
Jarek nutzte die Partnerarbeit um die Fallschule zu vertiefen. Aus div. Kokyo-nage Formen rollten die Kinder bunt über die Matte, so daß auch die Betreuer ihre Freude daran hatten.
Weiter ging es mit verschiedenen Techniken unter anderem mit Kaitenage-uchi. Welche für die jungen Aikidokas schon eine echte Herausforderung war.
Nach 2 intensiven Stunden auf der Matte grüßten wir gemeinsam ab. Schnell zogen sich die Kinder um und erkundeten intensiv das Außengelände noch vor dem Abendessen. Sofort fanden sich Kinder zusammen, die Tischtennis spielten, den Fußball über die Wiese jagten oder sich an den Kletterwänden ausprobierten. Auch saßen einige in kleinen Gruppen zusammen und unterhielten sich.
In der Zeit wurde vom Orga-Team der Grill angezündet und das Essen vorbereitet. Die von den Eltern gespendeten Salate, Rohkost und Obst hatten wir in der "Kaffeebude", was bis zum Vortag noch als Umkleide galt, aufgebaut. Kai und Phillipp, die Grillmeister, hatten dann schnell viele hungrige Kinder und Betreuer vor dem Grill stehen. Nach den ersten Grillwürstchen gab es noch Schinkenbraten mit Krautsalat im Brötchen. Im Anschluss an das Abendessen, ging es nochmal zurück in die Halle.
Dort war bereits alles für das Theaterstück, "Wie der kleine Mo zu O-Sensei wurde", vorbereitet worden. Dieses war von den Jugendlichen des Werler TV und des TUS Hemmerde extra für den Lehrgang eingeübt worden. Das Stück wurde im Samurai-Camp 2011 uraufgeführt. Im Halbkreis auf der Matte sitzend verfolgten die Kinder und Betreuer gespannt das Geschehen. Das Stück erzählt die Lebensgeschichte von Morihei Ueshiba. Begeistert von der Darstellung und den Verkleidungen ernteten die Schauspieler tosenden Applaus. Als nächster Programmpunkt stand das Kino an. Doch bevor es mit dem Film los ging, wurden die Nachtlager aufgebaut. Ein wildes Durcheinander entstand, während die Kinder ihre Kissen, Decken, Kuscheltiere und Luftmatratzen nachtfertig machten. Schlafanzüge wurden angezogen und mit Kuscheltieren ausgestattet ging es ins "Kino". Dieses hatte unser Drazen in "unserer" kleinen Trainingshalle eingerichtet. Gezeigt wurde Kung Fu Panda II und für die Älteren auch noch Madagaskar III. Um 23.30 Uhr ging schließlich im Kino das Licht an. Nun hieß es ab ins Bett und auch die letzten Kinder schliefen um 0.30 Uhr zufrieden ein.
Am anderen Morgen brachten Uwe und Anja frische Brötchen mit zur Halle. Zusammen mit einigen Eltern und den Betreuern wurde dann das Frühstück vorbereitet. Währenddessen saßen verschlafene Kinder in Schlafsäcken auf der Matte um langsam wach zu werden.
In Rekordzeit verwandelte sich dann der Schlafsaal wieder in ein Dojo. Mit Heißhunger verzehrten die Kinder 200 halbe belegte Brötchen und auch Kakao und Tee schmeckten ihnen sehr. Die müden Geister der Betreuer wurden durch frischen Kaffee geweckt. Nach dem Zähneputzen ging es dann wieder auf die Matte. Jarek hatte sich für den zweiten Tag lustige Aufwärmspiele mit Luftballonen ausgedacht. So liefen die Kinder kreuz und quer über die Matte und versuchten den Luftballon ständig in der Luft zu halten. Geschicklichkeit war gefragt, als es mit Partner und Ballon über die Matte ging.
Auch während der Fallschule durfte der Ballon nicht fehlen. Bei Ushiro ukemi nahmen die Kinder diesen eng in den Arm. Dadurch erreichte Jarek, daß die Kinder klein und rund rollten.
Viel Freude fanden die Kinder anschließend bei den Wurftechniken mit und ohne Ballon. Die Begeisterung stand ihnen ins Gesicht geschrieben, als Jarek seine letzte Übung zeigte.
Als Gruppenübung mit 4 Personen ließ er sich von 3 Betreuern abwechselnd angreifen. Die Kinder riefen "schneller, schneller" und so wurde voller Freude und Energie gezeigt, wie dynamisch Aikido sein kann.
Nochmal hochmotiviert führten die Kinder die gezeigte Übung aus. Das "Kranken- -hausspiel" in dem die Betreuer die Fänger waren, war auch gleichzeitig das Abschlussspiel.
Nach dem Abgrüßen bedankten wir vom Werler TV uns herzlich für den schönen und abwechslungsreichen Lehrgang. Das "Danke schön-Geschenk" für Jarek wurde von Emil (4 Jahre) und Finn (5 Jahre) übergeben. Sichtlich gerührt bedankte sich Jarek bei allen Aikidokas, sowie den Betreuern und Ausrichtern. Die Jugendreferentin Nadine Svenson bedankte sich auch im Namen des AVNRW für den gelungenen Lehrgang.
Beim Matten abbauen packten Kinder , Eltern und Betreuer tatkräftig mit an und gut organisiert und koordiniert durch Claudia waren diese in kurzer Zeit verstaut. Nun hieß es Sachen packen und Abschied nehmen. Schnell wurden noch Adressen ausgetauscht und Verabredungen für den den nächsten Lehrgang getroffen bevor es dann endgültig nach Hause ging.
So endete wieder ein schönes und aufregendes Lehrgangswochenende.
Bericht von Claudia van Noort und Frank Steinmann, Werler TV 1894 e.V.
Stellt euch vor, ein Haufen von 40 Uhu's * treffen sich auf der Matte, um für ihre Jugendtrainings Anregungen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Da geht doch tatsächlich sofort ein Gekichere, Gealbere und Getobe los, als wären's die Kinder und Jugendlichen selber. Naja, ein paar Udrei's ** waren auch dabei - und die dürfen so was ja auch noch. Ach, was soll's, gönnen wir's den Uhu's doch auch, wieder mal Kind sein zu dürfen und verspielt herumzutoben.
Auf jeden Fall war der Lehrgang im hessischen Niedernhausen/Oberseelbach ein wahres Schmankerl. Gleich zu Beginn trafen sich eine Nordlicht-Frau und ein Südfrüchtchen. Süd fragt Nord, auf wen man noch warte. Nord zählt in üblich nuscheliger Nordmanier die Namen derer auf, die noch fehlen. Und spricht: "Und dann warten wir noch auf Ueshiba." Süd überlegt eine Weile, ob man ihn kennen müsste und entscheidet sich dann dafür nachzufragen: "Wer ist Uli Schieber?" Großes Gelächter bei der Aufklärung. Dann war auch ER da, in Form eines eingerahmten Porträts, und der Lehrgang konnte beginnen. Lilo Schümann wies in stärkende und spaßmachende Gymnastik (teilweise aus dem Yoga oder aus dem Qi-Gong oder Thai-Chi) und Spiele ein.
Patrick David übernahm den Part der spaßigen Fallschule mit vielen Facetten. Er nahm auch gerne Anregungen aus der Teilnehmerrunde auf und versuchte gleich, sie umzusetzen.
Nach einem Abendessen aus dem benachbarten italienischen Restaurant ging es theoretisch weiter. "Dojo-Regeln" war das Thema und sollte eigentlich erarbeitet werden. Am Flipp-Chart stand "Dojo-Regeln", rot eingekringelt. Es wurde eine wichtige Dojo-Regel erarbeitet, und sie fand als Cluster-Element den Weg auf's Flipp-Chart. Sie hieß "kein NEIN bei der Partnerauswahl". So, und dann war's das, denn dann ging eine derart hitzige und interessante Diskussion los. Jeder hatte etwas zu dem Thema beizutragen. Letztendlich kamen die Teilnehmer überein, dass die Dojo-Regeln zwar in unseren Köpfen sein und in einzelnen Ermahnungen an die Kinder weitergegeben werden sollen, aber es war doch weitgehend eindeutig, dass die schon länger trainierenden Kinder die Neuen "erziehen". Denn wenn es dann zum 10. Mal heißt "noch mal von vorne!", dann reicht es den Älteren, vor allem, wenn sie nach Hause wollen.
Im Anschluss an diese Diskussion ging es genauso hitzig weiter mit dem Thema "Prävention sexueller Gewalt". Regine Häfner, die Lehrgangsleiterin, hatte sich gut vorbereitet, führte die Teilnehmer in das Thema ein und kam auf die neuen rechtlichen Anforderungen an Trainer zu sprechen. Emotional wurde die Diskussion dadurch, und da waren sich die Anwesenden einig, dass ein unterschriebener Ehrencodex z.B. keineswegs vor kriminellen Pädophilen Halt macht. Aber wer ein Führungszeugnis (z.B. Führungszeugnisse mit dem erweiterten Inhalt können Behörden "zum Zwecke des Schutzes Minderjähriger" ausstellen; darin sind die Delikte, die nicht im "normalen" Führungszeugnis enthalten sind und vor allem mit sexuellen Übergriffen oder Pornografie zu tun haben, enthalten) ausstellen lassen muss, um als Trainer anerkannt zu werden, dessen Zeugnis nicht einwandfrei ist, wird sich nicht als Trainer ausbilden lassen (können). Dennoch war das Thema kontrovers und hat einige Denkanstöße geboten. Die besten Voraussetzungen im Training sind die, in denen ein männlicher und weiblicher Trainer gleichzeitig auf der Matte sind, und sich bei Bedarf der jeweilige Part um das Kind kümmert, das ein Problem hat. Es ist eine hohe Anforderung an alle Kinder- und Jugendtrainer, die Mädchen wie Jungs in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen den Weg zum Erwachsensein zu bereiten. Auch Lilo ging am nächsten Lehrgangstag nochmals auf das Thema ein und verwies auf ein Buch von Paul Linden "Das Lächeln der Freiheit", der über seine Arbeit mit Traumatisierten berichtet.
Ein weiterer Programmpunkt am Sonntag-Vormittag war mit Heike Bizet, die auf die rückengerechte und funktionelle Gymnastik in spielerischer Form, z.B. auch mit Luftballons, einging.
Und den krönenden Abschluss übernahm Jan Böttner mit Aikido-Angriffsarten, aus denen man sich leicht und locker befreien kann. Auch überzeugte sein Angriff auf eine liegende Person, die sich mit Drehungen wie ein Käfer auf dem Rücken mit den Füßen gegen tretende Angriffe verteidigt.
Die Teilnehmer verließen nach zwei harmonischen Lehrgangstagen die Tagesstätte in Oberseelbach "Dorfgemeinschaftshaus", das für ein Wochenende lang ein Bundesgemeinschaftshaus für Aikido-Jugendtrainer gewesen war.
*Uhu's = Unter Hundertjährige
**Udrei's = Unter Dreißigjährige
Bericht von Gisela Ehrhardt, TSG Stuttgart
Vom Aiki-o-toshi bis zum Zumba Fitness
Der Tanzlehrgang mit Lieblingstechnik
Am 9. Und 10. März fand in der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm, unter der Leitung von Pieter Genzow, ein ganz besonderer Lehrgang zu dem Thema "Lieblingstechnik" statt.
Ca. 24 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren trafen sich an diesem Wochenende, um gemeinsam zu trainieren. In Folge des Aufwärmtrainings wurden ein paar Leute von Pieter nach vorne geholt, um dort ihre Lieblingstechnik zu demonstrieren. Natürlich sah man hier viele Varianten, die nicht immer in allen Vereinen gezeigt werden und so konnte man schon in der ersten Phase Neues entdecken. Nachdem wir die Techniken eine Weile selber ausprobiert hatten, zeigte Pieter noch eine weitere Form oder merkte etwas an. Dies wurde dann ebenfalls getestet, sodass wir die neue Form auf ihre Wirksamkeit prüfen konnten. Besonders häufig wurden wir an diesen zwei Tagen mit dem "Ulli'schen Schlenker" konfrontiert, welcher das Tenkan Element stark betont. Eine kurze Kuchenpause sorgte zwischendurch für neue Motivation. Nach dem Mittagessen hatten wir ein wenig Freizeit und die Möglichkeit an Musik- und Kunstkursen teil zu nehmen, welche an diesem Tag in der Schule angeboten wurden. Die Meisten nutzten jedoch die Gelegenheit, sich mit neuen Bekannten oder wieder gesehenen Freunden zu unterhalten.
Als sich alle für die zweite Einheit umgezogen hatten, gab es ein Aufwärmtraining der ganz besonderen Art, welches einen ersten Vorgeschmack auf das Rahmenprogramm "Aikido und Tanzen" gab. Mit Zumba, einem südamerikanischen Fitness- und Gruppentanz, lockerten wir unsere Muskeln und brachten unsere Körper auf Temperatur. Weitere Aikidoka zeigten ihre favorisierten Techniken und Formen. Anschließend gab es eine Einheit Aiki-Jo, in der diverse Techniken wie zum Beispiel der Ude-garami mit dem Stab vermittelt wurden.
Auf das Abendbrot folgte ein Tanzkurs, in dem wir die Grundschritte sowie ein paar Erweiterungen für die Tänze Disco Fox, Walzer und Cha-Cha-Cha lernten. Hierbei fielen die Ähnlichkeiten zwischen Aikido und Tanzen auf, wie zum Beispiel die Wichtigkeit von guter Führung, oder dass es besser funktioniert, wenn man länger miteinander übt. Es gab außerdem noch Zeit, das neu Gelernte oder eigene "Tanztechniken" frei auszuüben. Später wurden die Tatami sowie 2 Weichbodenmatten wieder über das Parkett gelegt und der Abend wurde mit Spielen sowie gemütlichen beieinander Sitzen beendet.
Am nächsten Morgen tauchten alle, mehr oder weniger ausgeruht, wie sich das für einen Übernachtungslehrgang gehört, beim Frühstück auf, um anschließend wieder die Matte zu betreten. Schließlich hatten alle Aikidoka ihre Lieblingstechnik zeigen dürfen, sodass wir das Prüfungsprogramm, was die Wurftechniken anbelangt, bis zum 1. Kyu fast komplett behandelt hatten. In einem abschließenden Randori konnte das neu erworbene Wissen angewendet werden.
Nach dem Abgrüßen und vor dem gemeinsamen Matten abbauen waren sich alle einig:
Dieser Lehrgang war ein tolles Erlebnis, was unbedingt wiederholt werden sollte.
Vielen Dank an Pieter, der diesen Lehrgang nicht nur geleitet, sondern auch organisiert hat, für die Inspirationen und an Madleen Genzow und André Stolzenburg, die sich um die Tanzeinheit gekümmert haben.
Es war ein sehr gelungener Lehrgang, der viel Spaß gemacht hat.
Bericht von Tabea Windelberg
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Weitere Dokumente (Elternerklärungen, Anmeldeformulare, etc.) befinden sich im Lehrgangsplan.